SP-Bluma ad Magdalenenhof: Die Bisamberggarantie ist unantastbar

Wien (OTS/SPW-K) - „Im ausklingenden 19. Jahrhundert gab es in Floridsdorf einen erfolgreichen Vorzeigebetrieb, die Brauerei Jedlesee Rudolf Dengler AG. Rudolf Dengler ließ für seine Mutter Elise 1911 die Villa Magdalenenhof am Bisamberg von Architekt Paul Hoppe als Witwenwohnsitz erbauen“, so die SP-Gemeinderätin Susanne Bluma und betont: „Die Villa ist ein hervorragendes Beispiel für Bauten des Großbürgertums und steht daher zurecht unter Denkmalschutz.“

Zur Geschichte: Nach dem Tod der Witwe wurde die Villa während des 1. Weltkrieges von Offizieren genutzt. 1928 wurde die Liegenschaft von der Stadt Wien erworben. Diese attraktivierte 1955 die Villa zum beliebten Ausflugsziel. „Aus dieser Zeit stammt auch die Zweckbindung für die gastronomische Nutzung“, so Bluma. Im Laufe der Jahrzehnte wurde der Betrieb des Magdalenenhofs an verschiedene Pächter vergeben.

„Heute jedoch, über 60 Jahre später finden wir andere Realitäten vor. Das Freizeitverhalten der Menschen hat sich stark verändert. Der Bisamberg ist heute unter anderem ‚DAS’ Naherholungsgebiet der FloridsdorferInnen. Floridsdorf sprach sich mit der sogenannten 'Bisamberggarantie' für den Schutz des Bisambergs aus. Nach Bezirksvorsteher a.D. Heinz Lehner bekräftigt nun Bezirksvorsteher Georg Papai die garantierte Erhaltung als Naherholungsgebiet für die BewohnerInnen des 21. Bezirks“, stellt die SP-Gemeinderätin klar. „Die Bisamberggarantie bedeutet auch das Hintanhalten des motorisierten Individualverkehrs - konkret keine Autos auf der Senderstraße. Dieses Faktum begünstigt jedoch nicht die Möglichkeit einen Gastronomiebetrieb wirtschaftlich zu führen.“

Heute steht die Villa leer und soll nun einer neuen Nutzung zugeführt werden. „Im Planentwurf, den wir heute im Wiener Gemeinderat beschlossen haben, wird er Passus der 'ausschließlichen Nutzung als Gastgewerbebetrieb' gestrichen. Nicht mehr und nicht weniger“, führt Bluma aus, die klar unterstreicht, dass die Bisamberggarantie für sie unantastbar ist. Auch die Kubatur und die Höhe des Magdalenenhofes werden beibehalten. „Stadtentwicklung ist dynamisch und muss ständig den neuen Lebensverhältnissen angepasst werden. Stillstand ist Retro - unser Blick ist auf eine gute Zukunft für alle Menschen in unserer Stadt gerichtet“, so Bluma.

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