Erwachsenenbildung zeigt, wie Demokratielernen gelingen kann

In Zeiten der zunehmenden politischen Popularisierung braucht es selbstbewusste BürgerInnen und Vertrauen in die Gestaltbarkeit der Welt, um Demokratie (wieder) zu lernen.

Graz (OTS) - Die österreichische Präsidentschaftswahl liegt etwas mehr als einen Monat zurück. Dabei stimmte fast die Hälfte der WählerInnen für einen Kandidaten, der für eine postdemokratische, autoritäre Herrschaft eintritt. In ganz Europa sind rechtspopulistische Parteien auf dem Vormarsch – Abschotten statt Zusammenarbeiten scheint die Devise zu sein, wie auch die jüngste „Brexit“-Abstimmung in Großbritannien zeigte. Vielfach liegt der Kritik an etablierten Systemen der Wunsch von BürgerInnen zugrunde, ihre Meinung äußern zu dürfen und ‚gehört‘ zu werden.

Tatsächlich hat das Vertrauen in ExpertInnen als Quelle von Herrschaftswissen in den letzten Jahrzehnten auch in etablierten Demokratien überhand genommen. „Was hat Frau Huber oder Herr Kapanoglou zur griechischen Schuldenkrise zu sagen, wo es doch jede Menge akzeptierter Experten gibt?“, bringen die Herausgeber Lorenz Lassnigg und Stefan Vater das Fehlen einer partizipativen Diskussionskultur auf den Punkt. Wir vernachlässigen die Fähigkeiten, die nötig sind, um Demokratien lebendig zu halten – so lautet der Vorwurf. Dies zeigt sich etwa darin, dass immer mehr Menschen Demokratie pauschal ablehnen, statt sich kritisch und konstruktiv mit gegenwärtigen Tendenzen in Demokratien auseinanderzusetzen.

Wie kann Demokratie ‚gelernt‘ werden und welche Fähigkeiten braucht es dafür? Die Erwachsenenbildung enthielt historisch immer auch einen politischen, aufklärerischen Aspekt – man denke an Arbeiter- oder Frauenbildungsvereine als Phänomene der Zivilgesellschaft. Wo sie heute steht, wenn es um Demokratie und Mitbestimmung geht, ist Thema der aktuellen Ausgabe 28 des Magazin erwachsenenbildung.at. Vorgestellt werden unter anderem zahlreiche Beispiele partizipativer Formate, in denen demokratierelevante Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickelt und geübt werden. Das Magazin steht ab sofort unter www.erwachsenenbildung.at/magazin kostenlos zum Download bereit.

Mehr über die aktuelle Ausgabe unter:
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Fachmedium und aktuelle Online-Information

Magazin erwachsenenbildung.at (Meb) ist das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs der österreichischen Erwachsenenbildung. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb) dreimal jährlich herausgegeben und vom Verein CONEDU redaktionell koordiniert. Alle eingereichten Artikel durchlaufen ein Review von ExpertInnen. Das aktuelle Magazin erscheint parallel zur kostenlosen Online-Ausgabe auf www.erwachsenenbildung.at/magazin auch im BoD-Verlag und ist als Druckausgabe zum Selbstkostenpreis von EUR 11,40 oder als E-Book für weniger als 1 Euro erhältlich.

Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Frauen.

Ausblick auf die nächste Ausgabe:

Nächsten Oktober erscheint ein Magazin zur Standort- und Perspektivenbestimmung der Bildungs- und Berufsberatung.

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