- 28.06.2016, 15:24:44
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Klagenfurter Neuner-Areal wird saniert: Umweltfördermittel sind freigegeben
Grünes Licht von Altlastensanierungs-Kommission: 9,015 Mio. Euro an Förderungen werden bereitgestellt
Utl.: Grünes Licht von Altlastensanierungs-Kommission: 9,015 Mio.
Euro an Förderungen werden bereitgestellt =
Klagenfurt (OTS) - Auf Betreiben von Umwelt-Landesrat Rolf Holub und
Umwelt-Stadtrat Frank Frey wird das chromverseuchte Neuner-Areal in
Klagenfurt ab Jänner 2017 saniert. Das wurde heute, Dienstag, bei der
Kommissionssitzung in Angelegenheiten der Altlastensanierung in Wien
beschlossen.
Seit 1922 wurde auf dem Gesamtareal von 55.100 m² in der Nähe des
Glan-Radwegs eine Chromgerberei und Färberei zur Erzeugung von
Lederwaren betrieben. Heute wird die stillgelegte Fabrik nur noch
teilweise in Stand gehalten, seit 2000 gilt der Standort als Altlast.
„Das Areal wurde mehrfach untersucht. Dabei haben sich drei Hot-Spots
herauskristallisiert, die mit dem gefährlichen Chrom 6 belastet
sind“, so Umwelt-Stadtrat Frank Frey, der sich gemeinsam mit
Umwelt-Landesrat Rolf Holub für die Sanierung der Altlast einsetzte.
Nach dem Abschluss eines Forschungsprojekts zur Auslotung von
technischen Möglichkeiten der Dekontamination, das auch von Seiten
des Landes mitfinanziert wurde, ist es nun soweit: „Gemeinsam haben
wir uns die Sanierung zum Ziel gesetzt. Dieses Ziel ist jetzt
erreicht“, so Holub und Frey.
„Der Altstandort stellt eine Gefahr für die Umwelt dar und wurde
daher im Jahr 2002 in die Prioritätenklasse 2 eingestuft“, so Holub,
der heute als Vertreter Kärntens an der Kommissionssitzung teilnahm.
„Ein Großteil der am Areal befindlichen Gebäude weist eine erhebliche
Kontamination auf. Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, die
Fördermittel zu lukrieren um mit der Sanierung beginnen zu können“.
Nach der Prüfung verschiedener Sanierungsvarianten habe man nun die
beste Lösung gefunden und einen Maßnahmenkatalog zusammengestellt.
„Es fließen rund 9,015 Mio. Euro an Fördermittel für die Sanierung
nach Kärnten“, sind Holub und Frey erfreut. Bereits im Jänner 2017
soll mit den Sanierungsmaßnahmen begonnen werden.
„Geplant sind u.a. die Dekontamination und der Rückbau aller Gebäude,
die Räumung der Hot-Spots im Umfang von 20.000 m² und die Errichtung
einer neuen Oberflächenentwässerung“, so Holub. „Nach der Sanierung
des Areals steht es für eine eventuelle Nachnutzung als Wohn- und
Gewerbegebiet zur Verfügung, was eine massive Aufwertung für den
gesamten Stadtteil bedeuten würde“, erklärt Frey.
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