Bundesinnung der Gärtner/Floristen warnt vor Liberalisierung der Gewerbeordnung

Qualifizierung, Qualität, Sicherheit und Ausbildungsfähigkeit müssen erhalten werden

Wien (OTS) - Großartige handwerkliche Leistungen und ein Fest der Floristik lieferte vergangenes Wochenende, vom 23. bis 26. Juni, der heimische Lehrnachwuchs im Rahmen des 50. Bundeslehrlingswettbewerbs der österreichischen Florist(inn)en am Salzburger Flughafen ab. Ein Bewerb, der die hohe Ausbildungsqualität der heimischen Betriebe in den Vordergrund rückt, die mit Innovation und Kreation national wie international punkten.

Hajek: "Liberalisierung des Gewerbezugangs ist Gefahr für Qualifikation und Qualität"

In den vergangenen Tagen hat auch in der Bundesinnung die Diskussion über eine Liberalisierung der Gewerbeordnung eingesetzt. "Gerade dieses Wettbewerbswochenende hat uns deutlich gezeigt, was eine Liberalisierung der Gewerbeordnung für unsere Branchen und unsere Jugend bedeuten könnte: nämlich ernste Folgen für die Arbeitsplätze durch eine Vielzahl an neuen Einzelunternehmen und damit verbunden ein großflächiges Wegbrechen der Lehrlingsausbildung. Floristen- und Gartengestalter-Betriebe sind zudem oftmals noch genau jene Unternehmen, die in den Regionen neben Supermärkten et cetera bestehen. Eine geplante Liberalisierung schwächt die gesamte Branche nachhaltig", sagt der Bundesinnungsmeister der österreichischen Gärtner und Floristen, Kammerrat Rudolf Hajek.

Ernste Folgen für 20.000 Branchen-Arbeitsplätze

Mit Blick auf Deutschland, wo 2004 die Handwerksordnung liberalisiert wurde, zeigt sich: Weder ist hier der gewünschte Beschäftigungseffekt eingetreten, noch werden ausreichend Lehrplätze angeboten oder das Qualifikationsniveau erreicht. "Die Ausbildung für die deutschen Floristen und Gartengestalter ist gegen Null gesunken. Das darf in Österreich nicht passieren. Ein solcher Angriff auf die Ausbildung der heimischen Floristen und Gartengestalter würde dazu führen, etwa 1.000 Ausbildungsplätze bundesweit zu vernichten und Jugendlichen die Zukunftsperspektive zu nehmen. Fest steht außerdem:
Die Ausbildung in allen heimischen handwerklichen berufsbildenden Schulstandorten wäre in Gefahr, denn viele Betriebe würden von einer Lehrlingsausbildung absehen", so Hajek weiter.

"Nur eine gute Ausbildung für unsere Jugend garantiert auch langfristig den Wirtschaftsstandort Österreich. Es ist für mich als Bundesinnungsmeister unverständlich, dass unsere politischen Parteien die handwerkliche Lehrlingsausbildung, trotz der schlechten Erfahrungswerte in Deutschland, aufs Spiel setzen wollen", sagt Hajek.

Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, Arbeitsplätze zu schaffen, existierende Unternehmen zu fördern und sie nicht in ihrem unternehmerischen Tun infrage zu stellen. "Wir sind der großen Hoffnung, dass die Pläne zur Liberalisierung in Österreich überdacht werden, um weiterhin mehr als 20.000 Arbeitsplätze, vor allem im ländlichen Raum, zu sichern", betont Hajek abschließend.
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