• 25.06.2016, 11:41:11
  • /
  • OTS0014 OTW0014

SPÖ-Bundesparteitag (2) – Häupl: Wir werden, können und wollen uns der inhaltlichen Diskussion nicht entziehen

Parteiprogramm ist auch so etwas wie der emotionale Haltegriff einer sozialdemokratischen Bewegung – Werden weiter über Wertschöpfung diskutieren

Utl.: Parteiprogramm ist auch so etwas wie der emotionale Haltegriff
einer sozialdemokratischen Bewegung – Werden weiter über
Wertschöpfung diskutieren =

Wien (OTS/SK) - In seiner Rede beim SPÖ-Bundesparteitag erklärte
Bürgermeister Michael Häupl, der bis zu diesem Tag den
interimistischen Bundesparteivorsitz innehat, dass es galt, „in einer
nicht ganz leichten Situation“ einen neuen Bundeskanzler und
Parteivorsitzenden zu finden. Das sei gelungen – „in kurzer Zeit, in
wirklich guter Zusammenarbeit“. Trotzdem, so betonte Häupl: „Wir
werden, können und wollen uns der inhaltlichen Diskussion, die es zu
führen gilt, nicht entziehen.“ ****

Zur Wertschöpfungsthematik und der Tatsache, dass vonseiten der ÖVP
strikte Ablehnung und das Negieren eines Diskussionsbedarfs kommt,
bemerkte Häupl: „Wir diskutieren, worüber wir diskutieren wollen -
und nicht über das, was uns die ÖVP anschafft.“ Wer sich aber die
Veränderungen der Arbeitswelt ansehe, die Bereiche der
Digitalisierung und der Automatisierung hin zu einer wissensbasierten
Ökonomie, der muss einsehen, dass nicht ausschließlich die
Arbeitskraft besteuert werden kann. Natürlich muss man auch über die
gerechte Verteilung der Arbeitszeit in dieser veränderten Welt
diskutieren. „Und wir werden darüber diskutieren. Wenn die ÖVP nicht
daran teilnehmen will, ist das ihr Problem“, sagte Häupl, denn es
geht um eine gesellschaftliche Notwendigkeit.

Wichtig ist es auch für Häupl, dem emotionalen Teil der
Sozialdemokratie beim Parteiprogramm zu berücksichtigen: „Unser
Parteiprogramm ist auch so etwas wie der emotionale Haltegriff einer
sozialdemokratischen Bewegung. Es ist auch etwas, das Hoffnung geben
soll.“

„Dem gesellschaftlichen Wandel müssen wir heute Rechnung tragen. Ich
habe heute den Eindruck, dass es eher Vertreter der anderen Parteien
sind, die nicht in der Lage sind, Entwicklungen in der Ökonomie und
in der Gesellschaft tatsächlich aufzunehmen und zu antizipieren“,
sagte Häupl.
Häupl betonte ausdrücklich: „Ich möchte Werner Faymann meinen
persönlichen Dank für seine acht Jahre Tätigkeit als
Bundesparteivorsitzender und Bundeskanzler der Republik Österreich
ausdrücken.“ (Schluss) up

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel