• 23.06.2016, 09:12:29
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2. Internationaler Aktionstag für Patientensicherheit

Wien (OTS) - Beim 2. Internationalen Tag der Patientensicherheit rund
um den 17. September 2016 steht in diesem Jahr das Thema
„Medikationssicherheit“ im Mittelpunkt. Der Aktionstag möchte mehr
Bewusstsein für die Risiken bei der Anwendung von Medikamenten
schaffen und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Unter dem Motto
„Gemeinsam Medikationsfehler vermeiden“ sind Krankenhäuser,
Pflegeheime, Apotheken, Rehabilitationszentren sowie Organisationen
und Verbände des Gesundheitswesens aufgerufen, zu zeigen, wie sich
entsprechende Gefahren für Patienten möglichst gering halten lassen.
Veranstalter der deutsch-österreich-schweizerischen
Gemeinschaftsaktion sind das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V.
(APS) (D), die Plattform Patientensicherheit (A) sowie die Stiftung
für Patientensicherheit (CH).

Gemeinsam Medikationsfehler vermeiden

Falsch dosierte oder eingenommene Medikamente, versehentlich am
falschen Ort infundierte Wirkstoffe, oder eine Kombination
verschiedener Arzneimittel mit ungünstiger Wechselwirkung: Fehler bei
der Medikamentengabe sind die häufigste Ursache von sogenannten
unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW). Das Spektrum der Folgen
reicht von leichten Gesundheitsstörungen bis hin zum Tod der
Patienten. UAW sind verantwortlich für fünf Prozent aller
Einweisungen in Krankenhäuser – und enden bei etwa zwei Prozent der
Betroffenen tödlich. Etwa jede zweite UAW gehe auf Medikationsfehler
zurück, sei also grundsätzlich vermeidbar, so die Veranstalter des
Aktionstags.

Ältere Patienten erleiden häufiger UAWs, weil sie krankheitsbedingt
oft mehr Medikamente einnehmen. Zudem verändert sich ihr Stoffwechsel
altersbedingt, was die Wirkung und Verträglichkeit von Medikamenten
beeinträchtigen kann. Neben der gesundheitlichen Schädigung der
Patienten belasten Medikationsfehler durch ihre Folgekosten auch das
Gesundheitssystem.

„Diese Problematik wird sich durch den demografischen Wandel mit
einer alternden Gesellschaft weiter verschärfen“, stellen Hedwig
François-Kettner, 1. Vorsitzende des APS, Dr. Brigitte Ettl,
Präsidentin der Plattform
Patientensicherheit Österreich und Prof. Dr. Dieter Conen, Präsident
der Stiftung für Patientensicherheit in der Schweiz, fest.
Gleichzeitig würden die Abläufe in der Gesundheitsversorgung immer
komplexer.

„Leider werden sich unerwünschte Ereignisse trotz aller Sorgfalt nie
ganz vermeiden lassen“, sagen sie. Dennoch sei das erklärte Ziel, die
Risiken bei der Gabe von Arzneimitteln so gering wie möglich zu
halten: „Wir möchten zeigen, dass wir alle dazu beitragen können, das
Bewusstsein für vermeidbare Gefahren rund um die Gabe von
Medikamenten zu schärfen und damit die Medikationssicherheit weiter
zu erhöhen“.

Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen in Deutschland, Österreich und
der Schweiz wollen die Veranstalter gemeinsam mit ihren
Partnerorganisationen ein Zeichen setzen: „Patientensicherheit soll
eine entscheidende Rolle bei der medizinischen Versorgung einnehmen.“

Alle Gesundheitseinrichtungen in Deutschland, Österreich und in der
Schweiz sind deshalb aufgerufen, teilzunehmen. Sie sollen zeigen, was
sie bereits tun, um die vielfältigen Risiken bei der Anwendung von
Medikamenten zu vermeiden. Geplant sind Aktionen wie Tage der offenen
Tür, Podiumsdiskussionen, Informations- und
Weiterbildungsveranstaltungen.
„Wenn alle zusammen arbeiten, können Patientenschäden in
Gesundheitseinrichtungen auf ein Minimumreduziert und damit ein
wichtiger Beitrag für mehr Patientensicherheit geleistet werden“,
betonen die Vorsitzenden der drei Partnerorganisationen.

− Bei Abdruck Beleg erbeten −

Weitere Informationen:

Internationaler Tag der Patientensicherheit:

www.patient-safety-day.org
Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (D): www.aps-ev.de;
Plattform Patientensicherheit (A):
www.plattformpatientensicherheit.at;
www.tagderpatientensicherheit.at
www.tag-der-patientensicherheit.de
Stiftung für Patientensicherheit (CH): www.patientensicherheit.ch;
www.aktionswoche-patientensicherheit.ch

Ansprechpartner:

Österreich: Nicole Norwood, Österreichische Plattform
Patientensicherheit,
E-Mail : [email protected]

Deutschland: Conny Wiebe Franzen, Aktionsbündnis Patientensicherheit
e. V. (APS), E-Mail: [email protected]

Schweiz: Petra Seeburger, Stiftung für Patientensicherheit,
E-Mail: [email protected]

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