- 22.06.2016, 09:47:28
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GÖD OÖ fordert nationalen Masterplan für mehr Sicherheit
Vorsitzende der GÖD Oberösterreich LAbg. Dr. Peter Csar warnt vor einer „schleichenden Erosion in der Sicherheitslage“
Utl.: Vorsitzende der GÖD Oberösterreich LAbg. Dr. Peter Csar warnt
vor einer „schleichenden Erosion in der Sicherheitslage“ =
Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Tages des Öffentlichen
Dienstes am 23. Juni 2016 warnt der Vorsitzende der Gewerkschaft
Öffentlicher Dienst Oberösterreich LAbg. Dr. Peter Csar vor einer
„schleichenden Erosion in der Sicherheitslage“. Von der
Bundesregierung fordert er einen „Masterplan für Sicherheit“.
Das Thema Sicherheit kann dabei nicht auf den Einsatz von
Exekutivbeamten beschränkt werden. „Unsere Polizei geht seit mehr als
einem Jahr über ihre Belastungsgrenzen hinaus. Auch wenn jetzt
endlich zusätzliche Kräfte für die Grenzsicherung eingestellt werden
sollen, hilft das nichts, wenn auf der anderen Seite im Hinterland
der Zulauf zu Kriminalität und Gewalt nicht eingedämmt werden kann,“
zeigt Csar Verständnis für die latente Zunahme eines
Unsicherheitsgefühls in der Bevölkerung.
Die Polizei ist dabei das letzte Glied in einer Kette, die schon
vorher zu viele Bruchstellen aufweist. Schnellere Integration von
Flüchtlingen ist ein Gebot der Stunde. „Wir müssen trachten, dass wir
die derzeit herummarodierenden Großgruppen von jungen Männern ohne
Beschäftigung und Perspektive in sinnstiftende Beschäftigung bringen.
Sonst kommen da zwangsweise nur Probleme raus“, sieht Csar hier
dringenden Handlungsbedarf.
Aber auch abseits des Flüchtlings- und Migrationsthemas ist ein
Phänomen zu beobachten, wonach das subjektive Unsicherheitsgefühl
auch bei der österreichischen Stammbevölkerung zu einer erhöhten
Aggressionsbereitschaft führt. „Die Menschen sind irgendwie
gestresst, haben Angst vor der Zukunft. Und das führt immer öfter
dazu, dass wieder jemand „rot sieht“. Die Polizei aber auch viele
andere Kolleginnen und Kollegen des Öffentlichen Dienstes sind
derzeit mit einem enormen Aggressionspotential konfrontiert. Viele
Menschen haben in den letzten Monaten den subjektiven Eindruck
gewonnen, dass der Staat nicht mehr Herr der Lage wäre. Die Wut
darüber bekommen leider oft die Kolleginnen und Kollegen im
Öffentlichen Dienst zu spüren“, zeigt sich Csar besorgt.
Er fordert daher in Sachen Sicherheit ein rasches Ende der
„politischen Kulissenschieberei“ und einen nationalen Masterplan, in
dem übergreifend über alle Ressorts ein akkordierter Maßnahmenpakt
zur Gewaltprävention und zur Wiederherstellung eines kollektiven
Sicherheitsgefühls erarbeitet und budgetär bedeckt wird.
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