GÖD OÖ fordert nationalen Masterplan für mehr Sicherheit

Vorsitzende der GÖD Oberösterreich LAbg. Dr. Peter Csar warnt vor einer „schleichenden Erosion in der Sicherheitslage“

Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Tages des Öffentlichen Dienstes am 23. Juni 2016 warnt der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst Oberösterreich LAbg. Dr. Peter Csar vor einer „schleichenden Erosion in der Sicherheitslage“. Von der Bundesregierung fordert er einen „Masterplan für Sicherheit“.

Das Thema Sicherheit kann dabei nicht auf den Einsatz von Exekutivbeamten beschränkt werden. „Unsere Polizei geht seit mehr als einem Jahr über ihre Belastungsgrenzen hinaus. Auch wenn jetzt endlich zusätzliche Kräfte für die Grenzsicherung eingestellt werden sollen, hilft das nichts, wenn auf der anderen Seite im Hinterland der Zulauf zu Kriminalität und Gewalt nicht eingedämmt werden kann,“ zeigt Csar Verständnis für die latente Zunahme eines Unsicherheitsgefühls in der Bevölkerung.

Die Polizei ist dabei das letzte Glied in einer Kette, die schon vorher zu viele Bruchstellen aufweist. Schnellere Integration von Flüchtlingen ist ein Gebot der Stunde. „Wir müssen trachten, dass wir die derzeit herummarodierenden Großgruppen von jungen Männern ohne Beschäftigung und Perspektive in sinnstiftende Beschäftigung bringen. Sonst kommen da zwangsweise nur Probleme raus“, sieht Csar hier dringenden Handlungsbedarf.

Aber auch abseits des Flüchtlings- und Migrationsthemas ist ein Phänomen zu beobachten, wonach das subjektive Unsicherheitsgefühl auch bei der österreichischen Stammbevölkerung zu einer erhöhten Aggressionsbereitschaft führt. „Die Menschen sind irgendwie gestresst, haben Angst vor der Zukunft. Und das führt immer öfter dazu, dass wieder jemand „rot sieht“. Die Polizei aber auch viele andere Kolleginnen und Kollegen des Öffentlichen Dienstes sind derzeit mit einem enormen Aggressionspotential konfrontiert. Viele Menschen haben in den letzten Monaten den subjektiven Eindruck gewonnen, dass der Staat nicht mehr Herr der Lage wäre. Die Wut darüber bekommen leider oft die Kolleginnen und Kollegen im Öffentlichen Dienst zu spüren“, zeigt sich Csar besorgt.

Er fordert daher in Sachen Sicherheit ein rasches Ende der „politischen Kulissenschieberei“ und einen nationalen Masterplan, in dem übergreifend über alle Ressorts ein akkordierter Maßnahmenpakt zur Gewaltprävention und zur Wiederherstellung eines kollektiven Sicherheitsgefühls erarbeitet und budgetär bedeckt wird.

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