- 21.06.2016, 10:52:01
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Sieben Mal Gold für die ORF-Radios beim 2. Österreichischen Radiopreis
Wien (OTS) - Bei einer Gala im Wiener Rathaus wurde gestern, 20. Juni
2016, der in elf Kategorien ausgelobte 2. Österreichische Radiopreis
vergeben. In sieben Kategorien ging Gold an die ORF-Radios, Silber
und Bronze erhielten sie ebenfalls in sieben Kategorien. Gold für die
ORF-Radios gab es in den Kategorien bester Moderator (FM4), beste
Promotionaktion (Ö3), bester Newcomer (Ö3), beste Morgensendung (Ö3),
bester Wortbeitrag (Ö1), beste Nachrichtensendung (Ö1) und beste
Musiksendung (Radio Niederösterreich).
Der Österreichische Radiopreis, ausgeschrieben vom gleichnamigen
Verein, wurde heuer zum zweiten Mal verliehen und zeichnet
herausragende Leistungen der Radiomacher bei öffentlich-rechtlichen
und privaten Radioprogrammen aus. Rund 100 Vorschläge aus nahezu
sämtlichen Radioprogrammen des ORF und der privaten Sender wurden
eingereicht. Die Radiopreis-Jury unter der Leitung der FH St. Pölten
wählte aus den Einreichungen je drei Nominierte für die elf
Kategorien und kürte aus diesen die Sieger, die gestern im Rahmen der
Radiopreis-Gala bekannt gegeben wurden.
ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Dass der ORF auch beim
zweiten ‚Österreichischen Radiopreis‘ mit einer ganzen Reihe von
Preisen quer durch alle Gattungen und Genres ausgezeichnet wurde,
zeigt einmal mehr, mit welch hoher Qualität und Professionalität
Radio im ORF gemacht wird - öffentlich-rechtliches Radio auf höchstem
Niveau. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern sehr
herzlich zu dieser Ehrung!“
ORF-Radiodirektor Mag. Karl Amon: „Ich bin sehr, sehr stolz auf
unsere ORF-Radios. Sieben erste Preise von elf sind kaum zu
überbieten. Ich gratuliere den ORF-Teams und natürlich auch allen
Preisträgern der Privatradios.“
Zum „Besten Moderator“ wurde Stuart Freeman von FM4 gewählt. Die
Jury hielt fest, dass er mit seiner markanten Stimme, seinem
hörernahen, persönlichen Moderationsstil und mit Internationalität
punktet und sein Publikum unaufgeregt in mehrsprachigen Dialogen mit
seinen Co-Moderatoren abholt. Seine Art zu moderieren ist sehr
authentisch, humorvoll und jugendlich frisch. Der lockere Plauderton
und sein mittlerweile legendäres „Good Morning Austria“ sind seine
Markenzeichen und machen ihn unverwechselbar. Bronze in dieser
Kategorie ging an Peter L. Eppinger von Ö3.
Als „Beste Morgensendung“ wurde der Ö3-Wecker ausgezeichnet, der
für „Kompetenz und Unterhaltung erster Klasse“ steht. „Das große und
professionelle Team arbeitet routiniert und perfekt aufeinander
abgestimmt. Das Wecker-Team präsentiert der Hörerschaft täglich einen
bunten, aktuellen Themenmix, der den Takt vorgibt. Der Ö3-Wecker ist
immer am Puls seiner Hörerinnen und Hörer und schafft die Themen,
über die ganz Österreich spricht. Der Aufbau und Spannungsbogen der
Sendung ist bis ins kleinste Detail durchdacht und wird auf sehr
unterhaltsame und professionelle Weise präsentiert.“, so die Jury.
Die Kategorie „Best Newcomer“ entschied Philipp Hansa von Ö3 für
sich. Die Jury hielt fest, dass „Hansa mit einem sehr professionellen
Gesamteindruck punktet. Er redet in lockerer Alltagssprache mit
seinen Hörerinnen und Hörern, nimmt sich kein Blatt vor den Mund, hat
den Mut, sich auch ungewöhnlichen Situationen auszusetzen und
moderiert mit einer gewissen Leichtigkeit. In der kurzen Zeit, in der
er im Radio tätig ist, hat er sich ein hohes handwerkliches Können
sowie landesweite Bekanntheit erarbeitet und sich damit als Newcomer
im Eiltempo als namhafter Moderator der größten Morgensendung des
Landes positioniert.“
Sieger in der Kategorie „Beste Nachrichtensendung“ ist das
Ö1-Morgenjournal. „Das Ö1-Morgenjournal ist DIE ‚Morgenshow‘ für alle
an Information interessierten Hörerinnen und Hörer. Tagesaktuelle
Themen mit nationalen und internationalen Bezügen werden exzellent
aufbereitet und hörernah präsentiert. Wie das Ö1-Mittagsjournal ist
diese Nachrichtensendung ein unumstrittener Fixstern für
Informationssendungen in der österreichischen Medienlandschaft.“,
begründete die Jury ihre Wahl. Silber in dieser Kategorie ging an die
FM4-Reality Check Spezialausgabe „The Paris Attacks“.
Der „Beste Wortbeitrag“ geht an die Ö1-„Hörbilder“ „Für ein Stück
Glück. Train of Hope: Die Helfer vom Hauptbahnhof“. „Das Feature
nimmt die Hörer/innen gedanklich mit zum Platz des Geschehens. Durch
das handwerklich perfekt umgesetzte Hörbild wird die
Vielschichtigkeit der Geschehnisse des vorigen Sommers im
Zusammenhang mit der Zuwanderung perfekt abgebildet. Die
Selbstorganisation der Zivilgesellschaft wurde in vielen kleinen
Klangbildern perfekt eingefangen und akustisch festgehalten. Der
Wortbeitrag lebt durch die Vielfalt der Aussagen und das lebendige
und informative Material an Originaltönen. Die Sendungsgestalterin
hat mit viel Fingerspitzengefühl eine hohe Intensität an Emotionen in
das Feature verpackt und damit nicht nur ein außergewöhnlich gutes
Beispiel für das Medium Radio geschaffen, sondern auch ein wichtiges
Zeitdokument.“, so die Jury. Für diese Sendung wurde Gestalterin
Nadja Hahn gestern Abend auch bei den „New York Festivals
International Radio Awards“ ausgezeichnet: Sie erhielt den „United
Nations Award“ in Gold. Bronze in der Kategorie „Bester Wortbeitrag“
ging an ORF Radio Niederösterreich für „Die Stunde des
Staatsvertrages“.
Die Kategorie „Beste Musiksendung“ gewann ORF Radio
Niederösterreich mit „Da Capo – 60 Jahre Fernsehen“. Die Jury
begründet dies so: „Die Sendung ist großartiges Kopfkino. Durch die
bunte Textierung in Kombination mit Audios aus TV-Ausschnitten und
unvergessenen Fernsehsongs ruft diese Sendung auf großartige Weise
Erinnerungen und Emotionen bei der Hörerschaft wach. Der Moderator
stellt durch seine ruhige und zurückgenommene Art der Präsentation
den Inhalt der Sendung in den Vordergrund und nimmt Hörerinnen und
Hörer auf völlig unaufgeregte Art mit auf eine Reise in die
Vergangenheit. Die hier gestaltete Sendung ist der perfekte Beweis,
wie gut akustische Elemente Erinnerungen wecken können. Bilder mögen
im Lauf der Jahre in Vergessenheit geraten, die dazugehörigen
Klangbilder haben sich unwiderruflich eingeprägt.“ Silber in dieser
Kategorie geht an ORF Radio Kärnten für „Noten & Anekdoten“.
Sieger in der Kategorie „Beste Promotionaktion“ ist „Das
Ö3-Weihnachtswunder“. „Ö3 ist mit dem Weihnachtswunder eine ganz
außergewöhnliche und noch nie dagewesene Promotion gelungen. Der
Sender schafft mit dem Livestudio vor Ort viele Berührungspunkte mit
den Hörern. Für 120 Stunden wird das komplette Sendeschema über Bord
geworfen. Die vielfältige und abwechslungsreiche Gestaltung mit
unzähligen Livegästen und das starke Involvement der drei Moderatoren
machen die Aktion zu einem echten Hörerlebnis. Hörerinnen und Hörer
freuen sich und leiden mit dem Team. Das Spendenergebnis am Ende der
Woche ist eine herausragende Bestätigung für die hohe Aktivierung der
Hörerschaft. Ein ganzer Sender wird zur Aktion und damit das
Weihnachtswunder zu einem Event der Sonderklasse.“, begründete die
Jury ihre Entscheidung.
In der Kategorie „Beste Innovation“ ging Bronze an den FM4-Player.
ORF Radio Niederösterreich erhielt in der Kategorie „Beste Comedy“
Silber für „Niederösterreichisch für Fortgeschrittene“ und in der
Kategorie „Bester Regionalbericht“ ebenfalls Silber für „Schlossteich
trocknet aus“.
Der „Österreichische Radiopreis“ ist eine gemeinsame Initiative
des ORF und des Verbandes Österreichischer Privatsender sowie des
Fachbereiches Medien der RTR-GmbH. Träger ist der „Verein
Österreichischer Radiopreis“, dem der ORF, der VÖP, die RTR-GmbH, die
ORF Enterprise und die RMS Austria als Mitglieder angehören und die
mit jeweils einem Vertreter den Beirat des Österreichischen
Radiopreises stellen.
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