- 21.06.2016, 10:00:01
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AllianzGI Risk Monitor: Investoren fürchten Marktschwankungen
Risiken: Marktvolatilität, Niedrigzinsumfeld und Geldpolitik Ausblick: Reformbedarf im Risikomanagement notwendig
Utl.: Risiken: Marktvolatilität, Niedrigzinsumfeld und Geldpolitik
Ausblick: Reformbedarf im Risikomanagement notwendig =
Wien (OTS) - Institutionelle Anleger sollten ihre Strategien im
Risikomanagement dringend überarbeiten – das ist das Fazit einer
aktuellen RiskMonitor-Umfrage von Allianz Global Investors, für die
die Gesellschaft im ersten Quartal des Jahres weltweit 755
institutionelle Investoren mit einem Gesamtanlagevermögen von rund 24
Billionen Euro in 23 Ländern befragt hat. „Anleger müssen sich mit
einer Welt auseinandersetzen, in der die durchschnittliche
Marktrendite niedriger und die Volatilität höher als in der
Vergangenheit ausfällt“, kommentiert Martin Bruckner, Chief
Investment Officer der Allianz in Österreich und Vorstandsmitglied
der Allianz Investmentbank AG, die Ergebnisse der Umfrage.
Top 3 Risiken: Marktvolatilität, Niedrigzinsumfeld und
Geldpolitik
Die größte Herausforderung für institutionelle Investoren ist die
Marktvolatilität (laut 42 Prozent der Befragten). Nimmt man die
niedrigen Zinsen (24 Prozent der Nennungen) und die Unsicherheiten
hinsichtlich der Geldpolitik (16 Prozent) hinzu, besteht kaum noch
Zweifel, dass 2016 ein holpriges Jahr für Anleger bleiben wird. In
der Umfrage gaben 77 Prozent der Befragten an, dass 2016 das
Aktienmarktrisiko am stärksten die Rendite ihres Portfolios
beeinträchtigen könnte. Zinsrisiko, Ereignis-Risiko (beide 75
Prozent) und Währungsrisiken (74 Prozent) wurden als ähnlich wichtig
erachtet.
Aktien beliebter als Anleihen
Trotz der erhöhten Wachsamkeit institutioneller Investoren in Bezug
auf Volatilität und Aktienmarktrisiken ist deren Anlagestrategie
nicht durchgehend defensiv ausgerichtet. Vielmehr geben sie die
Maximierung der risikoadjustierten Rendite als ihr oberstes
Anlageziel für 2016 zu Protokoll. Darüber hinaus weist das Interesse
für Aktien darauf hin, dass die Marktvolatilität ihnen noch nicht den
Risikoappetit verdorben hat. Mit 29 Prozent bzw. 28 Prozent stehen
US-Aktien und europäische Aktien in diesem Jahr wieder ganz oben auf
der Kaufliste institutioneller Investoren.
Risikomanagement: Investoren auf der Suche nach neuen Ansätzen
Die Befragung zeigt, dass sich die Risikomanagementansätze
institutioneller Anleger wie Pensionskassen, Versicherungen oder
Banken seit der Finanzkrise 2008 kaum verändert haben. Die drei am
häufigsten eingesetzten Risikomanagementstrategien vor der
Finanzkrise waren Diversifikation über Assetklassen (57 Prozent),
geografische Diversifikation (53 Prozent) und Durationsmanagement (44
Prozent). Obwohl 62 Prozent der Befragten einräumen, dass diese
Ansätze ihnen nicht im gewünschten Maße Schutz vor massiven
Wertverlusten geboten haben, ist deren Verbreitung seit der
Finanzkrise sogar noch gestiegen: Heute setzen 58 Prozent auf
Assetklassen-Diversifikation, 56 Prozent auf geografische Streuung
und 54 Prozent auf Durationsmanagement.
Zwei Drittel der befragten Institutionen sind folgerichtig auf der
Suche nach neuen und innovativen Strategien, die ihnen helfen, eine
bessere Balance von Risiko und Rendite sowie größeren Schutz gegen
abrupte Abwärtsbewegungen zu erlangen und traditionelle
Risikomanagementansätze zu ersetzen. So sagen 48 Prozent der
Befragten, dass ihre Organisation auch bereit sei, mehr für bessere
Risikomanagementstrategien zu zahlen, und 54 Prozent geben an, dass
sie bereits zusätzliche Mittel dafür bereitgestellt haben. Neil
Dwane, Global Strategist bei AllianzGI, erklärt: „In diesem Umfeld
müssen Investoren Risiken eingehen und ihre Portfolien sehr aktiv
managen, um ihre Anlageziele erreichen zu können. Gleichzeitig
erfordert dies eine auf die individuellen Anforderungen abgestimmte
Risikomanagementstrategie.“ Die Ergebnisse der RiskMonitor-Umfrage
zeigen jedoch, dass viele Investoren sich nur bedingt in der Lage
sehen, Risiken in steigenden und fallenden Märkten gleichermaßen
effektiv zu managen. Erfreulich sei aber, dass institutionelle
Anleger aus dieser Erkenntnis heraus den Einsatz wirkungsvollerer
Risikomanagementansätze für notwendig erachten. „Asset Manager sind
hier gefragt, innovative Lösungen und Produkte zu entwickeln, die
Kunden dabei helfen, niedrigen Renditen zu trotzen, ohne sie dabei
übermäßiger Volatilität auszusetzen. Die Lösung kann unterschiedlich
ausfallen, aber die kommenden Monate und Jahre werden mit Sicherheit
ein ‚Lackmustest‘ für die wachsende, neue Generation der Multi Asset
Lösungen“, so Dwane abschließend.
Über den AllianzGI Global RiskMonitor
Für die vierte Ausgabe des Global RiskMonitor von Allianz Global
Investors wurden 755 institutionelle Investoren in 23 Ländern in
Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik befragt, die insgesamt ein
Vermögen von rund 24 Billionen Euro verwalten. Die Umfrage wurde im
ersten Quartal des Jahres von CoreData Research durchgeführt.
AllianzGI führt die Umfrage regelmäßig bei institutionellen Anlegern
wie Pensionsfonds, Stiftungen, Staatsfonds, Family Offices, Banken
und Versicherungen durch, um mehr über deren Ansichten in Bezug auf
Risiken, deren Management, Asset Allocation und Portfoliokonstruktion
zu erfahren.
Wien, am 21. Juni 2016
Downloads im Internet unter
https://www.allianz.at/privatkunden/media-newsroom/
Foto: Martin Bruckner (© Allianz) – Abdruck honorarfrei
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(z.B. Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse
sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere
hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss
haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit
und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die hier dargestellten
Sachverhalte können auch durch Risiken und Unsicherheiten beeinflusst
werden, die in den jeweiligen Meldungen der Allianz SE an die US
Securities and Exchange Commission beschrieben werden. Die
Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu
aktualisieren.
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