- 19.06.2016, 10:45:01
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Glatz: Mietobergrenze muss kommen!
Pensionistenverband fordert: „Wohn-Paket“ für leistbares Wohnen für alle Generationen – ÖVP muss Blockade bei Miet-Obergrenze beenden!
Utl.: Pensionistenverband fordert: „Wohn-Paket“ für leistbares
Wohnen für alle Generationen – ÖVP muss Blockade bei
Miet-Obergrenze beenden! =
Wien (OTS) - „Die Mietpreise in Österreich explodieren! Zwischen 2008
und 2014 sind die privaten Mieten um 28 Prozent – also fast ein
Drittel!!! – gestiegen! Im Vergleich dazu: Die allgemeine Teuerung
hat im selben Zeitraum ‚nur‘ 12 Prozent betragen! Löhne und Gehälter
sind sogar um nur 13 Prozent gestiegen! Damit wird Wohnen immer mehr
zum Luxus! Und diese dramatische Entwicklung setzt sich fort: Auch im
Monat Mai sind die Mieten mit einem Plus von 2,9 Prozent fast
fünfmal!!! so stark angestiegen wie die Gesamt-Inflation! Es muss
JETZT gehandelt werden!“, betont Dr. Harald Glatz,
Konsumentenschutzsprecher des Pensionistenverbandes Österreichs
(PVÖ). Der PVÖ fordert daher die sofortige Umsetzung eines
‚Wohn-Pakets für alle Generationen‘, in dem auch klare, gesetzliche
Miet-Obergrenzen enthalten sein müssen“, stellt Dr. Glatz klar und
appelliert an die ÖVP ihre Blockade bei dieser wichtigen Maßnahme
endlich zu beenden. ****
„Die Forderung nach einer gesetzlichen Obergrenze für Mieten hat
nichts mit fehlendem ‚Realitätssinn‘ zu tun, wie ÖVP-Justizminister
Brandstetter kürzlich meinte. Diese gesetzliche Grenze ist eine
Notwendigkeit! Nur so können wir dem Mietpreis-Wucher endlich einen
gesetzlichen Riegel vorschieben und Wohnen in Österreich wieder
leistbarer machen!“, betont Dr. Glatz. „Wir dürfen hier – im Sinne
der Menschen in unserem Land und besonders der sozial Schwächeren –
keine weitere Zeit mehr verlieren. Die Menschen leiden unter den
horrend hohen Mieten! Wir im Pensionistenverband erleben dies Tag für
Tag wenn sich zahlreiche hilfesuchende PensionistInnen an uns wenden,
weil sie nicht mehr wissen ob sie sich die Miete im nächsten Monat
noch leisten können oder der Umzug in eine kleinere,
seniorengerechtere Wohnung an überzogenen Maklergebühren scheitert!
Viele SeniorInnen machen sich aber auch Sorgen um die Jungen und
berichten, dass sich ihre Enkelkinder die erste eigene Wohnung kaum
oder gar nicht leisten können! Dass sozial Schwächere besonders unter
den steigenden Mietpreisen leiden, zeigen auch Statistiken schwarz
auf weiß. Laut einer aktuellen Studie des Instituts für
Wirtschaftsforschung (Wifo) ist die Abgabenbelastung für die ärmsten
zehn Prozent der ÖsterreicherInnen – unter ihnen besonders viele
SeniorInnen und junge Familien – seit 2007 trotz Steuerreform um 1,5
Prozentpunkte gestiegen. Hauptverantwortlich dafür: Die enormen
Preissteigerungen bei Mieten und Lebensmitteln!“, kritisiert Glatz.
„Wohn-Paket für alle Generationen“ muss JETZT kommen!
Forderungen des Pensionistenverbandes für leistbares Wohnen:
• Ein einheitliches Mietrecht - klar, einfach und transparent: wie im
Koalitionsabkommen paktiert
• Klare gesetzliche Begrenzung der Mieten
• Ebenso klare Regeln für die Betriebskosten (durch u.a. Streichung
der Grundsteuer und der Versicherungskosten aus dem
Betriebskostenkatalog)
• Keine Maklerkosten für MieterInnen – so wie seit 1. Juni 2015 in
Deutschland.
• Schaffung einer klaren, gesetzlichen Regelung zur Wartungs- und
Erhaltungspflicht
• Entfall der Mietvertragsgebühr für Junge, beim erstmaligen
Mietvertragsabschluss sowie für Personen mit Einkommen und Pensionen
unterhalb der Steuerfreigrenze
• Mehr Wohnbauförderung für den sozialen Wohnbau
• Die sofortige Umsetzung des Wohnbauprogramms (Schluss)
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