Glawischnig zu Weltflüchtlingstag: 60 Mio. Menschen können nur durch internationale Kooperation versorgt werden

Korun: Kurzzeitasyl, Zäune oder Internierungsinseln haben keinerlei Effekte auf Fluchtursachen.

Wien (OTS) - "Derzeit sind laut UNHCR rund 60 Millionen Menschen weltweit Opfer von Vertreibung und Flucht - die höchste Zahl seit Ende des zweiten Weltkriegs. Hier kann es nur eine gemeinsame Lösung geben: Wir brauchen viel mehr internationale Kooperation, um einerseits neue Krisenherde zu bewältigen und andererseits durch aktive Außenpolitik und humanitäre Maßnahmen Vertriebenen und Flüchtlingen weltweit zu helfen. Symbolpolitik reicht hier nicht aus. Ich appelliere an die Regierung, im Sinne des von ihr angekündigten, neuen Stils die Probleme auch wirklich anzugehen, ohne auf die nächste Schlagzeile zu schielen", betont Eva Glawischnig, Bundessprecherin und Klubobfrau der Grünen, anlässlich des internationalen Flüchtlingstages am Montag.

"Das Dublin System, durch das die Verantwortung für angekommene Schutzsuchende in der EU auf die Schultern einiger weniger Länder mit EU-Südgrenze abgeladen wird, ist gescheitert. Nun brauchen wir umso dringender ein gemeinsames EU-Asylsystem mit verbindlichen Aufnahmequoten. Wir können die humanitäre Verantwortung nicht ein paar wenigen Ländern überantworten. Gleichzeitig macht es Sinn, die Länder, die ihre Aufnahmeverpflichtungen erfüllen, aus den gemeinsamen EU-Geldern auch massiv finanziell zu unterstützen", beschreibt die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun, die Vorschläge ihrer Partei. „Durch die Abschreckungspolitik der Regierung mit Zäunen, Internierungsinseln oder Kurzzeitasyl heizen die Verantwortlichen die bestehenden Probleme noch zusätzlich an."

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