• 18.06.2016, 15:46:46
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Evangelische: Lars Müller-Marienburg zum NÖ-Superintendenten gewählt

Zweidrittelmehrheit für Innsbrucker Pfarrer - "Für eine Kirche, in der Freude erlebbar ist"

Utl.: Zweidrittelmehrheit für Innsbrucker Pfarrer - "Für eine
Kirche, in der Freude erlebbar ist" =

St. Pölten (OTS) - Die evangelische Diözese A.B. Niederösterreich hat
einen neuen Superintendenten: Der Innsbrucker Pfarrer Lars
Müller-Marienburg (39) wurde bei der Superintendentialversammlung in
St. Pölten im 5. Wahlgang mit 47 von 70 Stimmen ins Leitungsamt
gewählt. Die Wahl war notwendig, da bei der ersten Wahl zum
Superintendenten/zur Superintendentin am 23. Jänner kein
Kandidat/keine Kandidatin die erforderliche Zweidrittelmehrheit der
Stimmen erhalten hat. Gewählt wurde der neue Superintendent von den
Delegierten der niederösterreichischen evangelischen Pfarrgemeinden.
An der Wahlsitzung, die Superintendentialkuratorin Gisela Malekpour
leitete, nahm auch Bischof Michael Bünker teil.

Der neue Superintendent folgt auf Paul Weiland, der im August des
Vorjahres plötzlich verstorben ist. Neben Müller-Marienburg
kandidierten auch der Wiener Pfarrer Matthias Eikenberg und der
Mödlinger Pfarrer Markus Lintner. Die Amtseinführung des neuen
Superintendenten ist für 15. Oktober in Wiener Neustadt geplant.

Kraftvoll, theologisch und sachlich fundiert möchte sich der neue
Superintendent in Kirche und Gesellschaft einbringen und dazu
beitragen, „dass die Evangelische Kirche als Teil einer religiösen
Vielfalt eine Rolle spielt“. Innerhalb der Diözese möchte
Müller-Marienburg eine Kirche mitgestalten, in der Menschen Freude
erleben: „Die Evangelische Kirche ist ein Ort zum Leben und zur
Freude im Hier und Jetzt.“. Gleichzeitig gelte es jenen eine Stimme
zu leihen, „die Hilfe von uns brauchen“. Die „Botschaft von Gottes
Liebe“ will der bisherige Innsbrucker Pfarrer „ins Heute übersetzen“.
Seinen Führungsstil orientiert er an jenem des Vorgängers: „Paul
Weiland ist es auf besondere Weise gelungen, zu kommunizieren und
Vertrauen aufzubauen.“ Müller-Marienburg will sich in der Breite der
niederösterreichischen Pfarrgemeinden für Vielfalt in einem guten
Miteinander einsetzen. „Man nimmt Vielfalt nicht ernst, wenn man
meint, es gibt nur Fromme und Liberale“, sagte Müller-Marienburg und
meinte: „Es wäre wichtig, wenn wir mit weniger Zuschreibungen
auskämen und uns gegenseitig mehr zutrauen.“

Lars Müller-Marienburg wurde 1977 in Ansbach (Deutschland) geboren
und studierte Evangelische Theologie in München. Nach seinem Vikariat
in Linz und seiner Pfarramtskandidatenzeit in Pöttelsdorf wurde er
2010 Pfarrer der evangelischen Pfarrgemeinde
Innsbruck-Auferstehungskirche. Müller-Marienburg ist Mitglied der
Synode A.B. und der Generalsynode, Mitglied der Diözesanen
Jugendleitung sowie Mitglied der Liturgischen Konferenz der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Als Senior der Diözese
Salzburg-Tirol ist er Stellvertreter des Superintendenten.

Zu den Aufgaben des neuen Superintendenten gehört die geistliche
Führung der Diözese. Er hat die Aufsicht über die kirchlichen
Ordnungen und über die schriftgemäße Verkündigung. Zu den
bischöflichen Rechten gehören Ordination und Visitation. Die Stellung
entspricht der des Diözesanbischofs in der Römisch-katholischen
Kirche. Die evangelische Diözese Niederösterreich hat rund 40.000
Mitglieder in 28 Gemeinden.

Fotos zur Wahl (honorarfrei, Druckqualität) finden Sie auf
foto.evang.at

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