„Endlich das Richtige zu tun!“

Integrationshaus anlässlich des Weltflüchtlingstages

Wien (OTS) - Das Integrationshaus fordert anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni die Regierenden auf, endlich das Richtige zu tun! "Das letzte Gesetzespaket, das die Familienzusammenführung verschärft, die Integration behindert und eine unionsrechtlich mehr als fragwürdige Möglichkeit für eine Notstandsverordnung mit gefährlicher Vorbildwirkung vorsieht, muss rückgängig gemacht werden!", fordert die Geschäftsführerin des Integrationshauses Andrea Eraslan-Weninger. "Diese Asylrechtsverschärfung ist ein politisches Eigentor für die Integration und den Flüchtlingsschutz!"

Und auch rechtswidrige Kürzungen von Sozialhilfeleistungen für Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte müssen entschieden bekämpft werden. "Diese Kürzungen schaden der Integration, erzeugen bittere Armut und Ausgrenzung und schaden der gesamten Gesellschaft", kritisiert Eraslan-Weninger weiter.

Ausbau statt Restriktionen

Gerade jetzt ist es ganz besonders wichtig, die integrativen Aktivitäten weiter auszubauen, da der Bedarf an Ressourcen für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen groß ist. Die Flüchtlingsarbeit und die Zivilbevölkerung sind gefordert, dieser restriktiven Flüchtlingspolitik entgegenzutreten und gegen Grenzschließungen, Obergrenzen, Gesetzesverschärfungen, Rückschiebungen und Kürzungen von Sozialleistungen aufzustehen und Flüchtlingen zu ihrem Recht zu verhelfen!

Es braucht flächendeckende Integrationsmaßnahmen für Flüchtlinge von Beginn des Verfahrens an und einen raschen Arbeitsmarktzugang längstens nach 6 Monaten. Gebraucht werden auch gute Überlegungen und Strategien, um Asylsuchenden und Flüchtlingen integratives Wohnen zu ermöglichen. Jeder in Integration investierte Euro schafft Zukunft! Hier braucht es gemeinsame Anstrengungen, um eine gute Perspektive für alle zu schaffen, insbesondere auch im Bildungs- und Ausbildungsbereich. "Mit diesen Maßnahmenpaket könnten die Verantwortlichen in der Politik viele Tore schießen für eine menschliche Flüchtlingspolitik", versichert das Integrationshaus.

Europäische Lösung gesucht

In Europa muss endlich ernsthaft an solidarischen qualitativen Lösungen gearbeitet werden. "Jeder muss in Europa - wie in einem guten Fußballteam - solidarisch seinen Beitrag leisten. Nur so können wir zentrale Rechte und Werte wie das Asylrecht, Menschenrechte, Kinderrechte gut verteidigen", ist Eraslan-Weninger überzeugt und wünscht sich ein Abgehen von der restriktiven Flüchtlingspolitik und eine breite Allianz für den Schutz von Flüchtlingen.

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