SPIEL! Kurzweil in Renaissance und Barock

Schloss Ambras Innsbruck präsentiert bis 2. Oktober 2016 eine hochkarätige Sonderausstellung.

Innsbruck (OTS) - Lassen Sie sich in die faszinierende Welt der Spiele aus vergangenen Jahrhunderten entführen! Was waren die Vorläufer von Tennis, Volleyball und Fußball? Spielten Mädchen nur mit Puppen und wie »ritterten« die Knaben? Warum kamen Schach, Mühle, Dame und Tric-Trac in die fürstlichen Kunstkammern? Was hat es mit dem verteufelten Glücksspiel auf sich?

Präsentiert werden, ausgehend von der Ambraser Sammlung Erzherzog Ferdinands II., rund 100 Kostbarkeiten aus den Beständen des Kunsthistorischen Museums Wien, von nationalen und internationalen Museen, Kunstsammlungen und Bibliotheken sowie aus Privatbesitz.

Schloss Ambras Innsbruck freut sich, absolute Highlights zu präsentieren. Auftakt der Ausstellung ist eine atemberaubende Bernstein-Spielkassette mit Schachfiguren: Es handelt sich dabei um eines der eindrucksvollsten und seltensten Erzeugnissen der Bernsteinkunst, von deren Art sich neben der gezeigten Kostbarkeit aus Privatbesitz nur drei weitere erhalten haben.

Die Ausstellung ist mit Raritäten gespickt: Zu sehen sind Spielkarten um 1440 vom sogen. »Meister der Spielkarten« als Superlative in zweifacher Hinsicht: Zum einen handelt es sich um die frühesten Kupferstiche überhaupt; zum anderen ist es das älteste Kartenspiel, das in der damals noch jungen Technik der Druckgrafik Verbreitung fand. Exzeptionell in der Ausstellung ist eine Sammlung von hölzernen Schlagärmeln mit martialischen Stacheln und ein Helm für das im 16. Jhdt. beliebte Pallone-Spiel, dem Vorgänger des heutigen Volleyballs. Sie zählen zu den rarsten Spiel- bzw. Sportutensilien der Renaissance, die erhalten sind.

Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird ein kostbarer Gobelin, mit dem Schloss Ambras Innsbruck von der „Dr. Johannes und Hertha Tuba-Stiftung“ bedacht wurde. Der Wandteppich stammt aus der königlichen Manufaktur Ludwigs XIV. in Paris und stellt besonders anspielungsreich eine höfische Gesellschaft beim Spielen dar.

In der Ambraser Sonderausstellung sind Gemälde bedeutender Künstler wie Jan Steen, Israel van Meckenem, Lucas van Leyden, Johann Georg Platzer, u. a. vertreten.

Die Sonderausstellung lässt das Spielen zwischen erbittertem Wettkampf und freudigem Miteinander in Renaissance und Barock wieder aufleben. Die behandelten Aspekte – Spiele in den Kunstkammern, Bewegungsspiel, Kinderspiel, das Glücksspiel sowie die Kritik daran – ermöglichen auch profunde Einblicke in die Bedeutung und Geschichte des Spielens.

Viele der präsentierten Spiele sind Meisterwerke des Kunsthandwerks und imponieren durch ihre kostbaren Materialien und ihre feine Ausführung. Als rare Kostbarkeiten waren sie weniger in tatsächlichem Gebrauch als vielmehr Teil einer Kunstkammer, wo sie als Abbild der Schöpfung galten.

Zur Ausstellung, kuratiert von Thomas Kuster, Claudia Lehner-Jobst und Katharina Seidl, erscheint ein Katalog.

16. Juni bis 2. Oktober 2016

täglich 10 – 17 Uhr

Information und Bildmaterial unter:
www.schlossambras-innsbruck.at/entdecken/organisation/presse

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Schloss Ambras Innsbruck
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