Rupprechter: Meilenstein für land- und forstwirtschaftliche Schulen

Schulrechtsänderungsgesetz legt Grundstein für zukunftsorientierte Ausbildung

Wien (OTS) - Im Parlament wurde gestern, Donnerstag, das Schulrechtsänderungsgesetz 2016 beschlossen. Auf Basis dieses neuen Gesetzes kann das land- und forstwirtschaftliche Schulwesen ambitioniert weiterentwickelt werden. In Tirol entsteht ein regionales Bildungszentrum, die Ausbildung im Forstbereich wird nachhaltig modernisiert. „Die Grundlage einer starken, wettbewerbsfähigen Land- und Forstwirtschaft ist eine professionelle, zukunftsorientierte Ausbildung. Dafür haben wir nun einen wichtigen Meilenstein gesetzt“, betont Bundesminister Andrä Rupprechter.

Das „Alpenländische Bildungs- und Forschungszentrum Tirol (ABFT)“ entsteht durch die Zusammenlegung der Höheren Bundeslehranstalt (HBLA) Kematen und der Bundesanstalt für alpenländische Milchwirtschaft Rotholz. Forschung, Lehre und Praxis werden eng zusammenarbeiten. Ebenso werden Bundes- und Landeseinrichtungen in Form eines Bildungsclusters zusammenarbeiten. „Dieses Modell ist einzigartig und vollkommen neu in Österreich. Ein modernes Bildungszentrum setzt starke Impulse für Tirol und hilft uns, die heimische Landwirtschaft optimal auf die ständig steigenden Anforderungen einzustellen“, so Rupprechter. 

Zwtl.: Zweijährige Forstfachausbildung

Das neue Schulrechtsänderungsgesetz ermöglicht zudem eine modernisierte zweijährige Forstfachausbildung mit starker Praxisorientierung. Sie ist maßgeschneidert für professionelle, engagierte Forstwartinnen und Forstwarte. Die Internationalisierung der Forstwirtschaft, die steigende Nachfrage beim Rohstoff Holz, die weitere Mechanisierung der Holzernte, Rationalisierungen in der Verwaltung, Personalkürzungen in den Betrieben und die zunehmenden, sehr differenten Interessen der Öffentlichkeit am Wald stellen laufend neue Anforderungen an die forstliche Berufsausübung.  

Forstwartinnen und Forstwarte müssen sich den vielseitigen Aufgaben als kompetente „Managerinnen und Manager des ländlichen Raumes“ stellen können. Die neue Ausbildung startet ab dem Schuljahr 2017/18 an der Forstfachschule Waidhofen/Ybbs. Das geplante „Forstliche Bildungszentrum“ ist europaweit einzigartig und soll Synergien zwischen Bildung und Forschung nutzen, um diese Schulform noch effizienter und kostengünstiger anbieten zu können.

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