Weltflüchtlingstag: Rotes Kreuz fordert mehr Resettlement Plätze

Legale Wege sind wichtiger als je zuvor

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - „Mehr als 2.800 Menschen auf der Flucht sind im Mittelmeer ertrunken“, sagt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer anlässlich des Weltflüchtlingstages. „Das sind Auswirkungen einer Politik, deren Ziel es ist, den Zugang zu Asyl möglichst zu beschränken.“

2015 waren aufgrund von anhaltenden Konflikten weltweit mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Mit 1,3 Millionen Asylanträgen in den EU-Mitgliedsstaaten haben diese ein Rekordhoch erreicht. Zum Vergleich: im Jahr 2014 stellten 627.000 Personen einen Antrag. „Diese Menschen suchen Schutz vor Verfolgung und brauchen politische Lösungen, damit sie in Sicherheit und Würde leben können“, sagt Schöpfer. Keine Lösungen seien Grenzschließungen, Internierungslager, Asylzentren in Afrika oder das Herbeireden von Notstandsszenarien.

„Asyl ist ein Menschenrecht“, sagt der Rotkreuz-Präsident, „Flüchtlingen muss ein legaler und sicherer Zugang zu internationalem Schutz gewährt werden.“ Das EU-Asylsystem setze derzeit voraus, dass Flüchtlinge irregulär kommen, da es kaum andere Möglichkeiten gibt, um Asyl anzusuchen. Es sei daher dringend notwendig für eine rasche Erhöhung von Resettlement-Plätzen auch in Österreich zu sorgen.

Anlässlich des Weltflüchtlingstags lädt das Österreichische Rote Kreuz Medienvertreter zu einer Podiumsdiskussion ein. Hochrangige Experten diskutieren zum Thema „Flucht und Asyl – die größten aktuellen Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze“.

Es diskutieren:
• Heinz Becker, österreichischer EU-Parlamentarier
• Lidwina Dox, Auslandsdelegierte des Österreichischen Roten Kreuzes in Griechenland
• Katerina Kratzmann, Büroleiterin der Internationalen Organisation für Migration
• Sabrina Le Noach, Migrationsexpertin des Rotkreuz EU-Büros in Brüssel
• Susanne Schaidinger, Integrationsexpertin bei Interface Wien
• Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes

Wann: 20.6.2016, 15:00 – 17:00 Uhr
Wo: ÖRK Generalsekretariat, Wiedner Hauptstraße 32, 1040 Wien

Um Anmeldung wird ersucht bei Andrea Janousek, 01/589 00-153, andrea.janousek@roteskreuz.at

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