Neue Lehrlingsstudie: Der Aufstand der jungen Frauen gegen die männliche Dominanz

Die Zeichen stehen auf Gleichberechtigung

Wien (OTS) - War früher der Feminismus in den bürgerlichen Bezirken wie der Josefstadt zu Hause, so verlangen nun auch die jungen Frauen in der Donaustadt und in Floridsdorf nachdrücklich nach Gleichberechtigung. „Work-Life-Balance“ heißt für sie, dass sich die Männer im selben Maße um die Familienarbeit kümmern wie die Frauen. 87 Prozent der befragten weiblichen Lehrlinge wollen sich keinesfalls in eine Entscheidung zwischen Arbeit und Familie hineindrängen lassen lassen.

Gefragt: der sozial einfühlsame Ausbildner

Planbares Normalarbeitsverhältnis und Unterstützung durch den Betrieb in der Familienarbeit ist für die große Mehrheit der Lehrlinge ein Qualitätskriterium bei der Beurteilung ihres Arbeitgebers. Die Lehrlinge wollen einen sozial einfühlsamen Arbeitgeber, der sie als ganzen Menschen und nicht nur als Arbeitskraft behandelt und der auf ihre individuellen Bedürfnisse und Probleme eingeht.

All equal - all different: Die moderne Lehrlingstypologie

Im Rahmen der Studie wurde zum ersten Mal eine Österreichische Lehrlingstypologie nach Ausbildungsbranchen erarbeitet. Folgende Typen werden beschrieben:

Die Konventionalisten (Handelsangestellte)
Die Abenteurer (Freizeitwirtschaft und Tourismus)
Die Hedonisten (Gewerbe und Handwerk)
Die Rationalisten (Industrie)
Die Entkoppelten (Überbetriebliche Lehre)

Der Traum-Ausbildungsbetrieb

Geht es um den idealen Arbeitgeber, so steht mit Abstand die österreichische Marke „Red Bull“ an der Spitze. Danach folgen die ÖBB und die voestalpine. „Red Bull“ ist die Ikone der spontanen und auf Abwechslung ausgerichteten jungen „Abenteurer“ aus der Tourismusbranche, während ÖBB und voestalpine die stabilitätsorientierten Rationalisten und die Hedonisten begeistern können. Die Konventionalisten aus dem Handel schwärmen für BIPA, Hofer und dm. Diese Trias repräsentiert die beliebtesten Handelsmarken. Die Studie beinhaltet ein Ranking der beliebtesten Lehrlingskampagnen. Hier stehen mit Abstand der Handel mit Hofer, BIPA und dm an der Spitze.

Die Konsequenzen der Studie für die Ausbildungsbetriebe und das Personalmarketing beschreibt der Leiter der Untersuchung, Bernhard Heinzlmaier so: „Jeder Branchentypus verlangt nach einer speziellen Kommunikation, aber auch nach einer eigenständigen motivationalen und pädagogischen Führung. Man kann alle Lehrlinge begeistern, braucht aber dafür unterschiedliche Ansätze und Konzepte. In der Studie wird aufgezeigt, wie die verschiedenen Lehrlingstypen „angepackt“ werden müssen, um sie zu engagierten Mitarbeitern zu machen und wie man kommunizieren muss, um die für den Betrieb richtigen Lehrlinge zu finden.“

Studien-Package:

Charts- und Tabellenband, Forschungsbericht (20 Seiten) Ausführliche Studienpräsentation im Umfang von 2 Stunden
zum Preis von Euro 1.600.--

Rückfragen & Kontakt:

Institut für Jugendkulturforschung Karin Wohltran
kwohltran@jugendkultur.at, Tel.: 0043/1/532 67 95

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