- 13.06.2016, 09:08:59
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Berufsschule für Gartenbau und Floristik: Junge Flüchtlinge lernen Berufe kennen
Wien (OTS/RK) - An der Berufsschule für Gartenbau und Floristik
werden seit Oktober neun unbegleitete jugendliche Flüchtlinge
zwischen 17 und 19 Jahren aus Afghanistan und Syrien betreut. „Die
Jugendlichen nehmen am praktischen und theoretischen Unterricht teil
und lernen den Beruf des Landschaftsgärtners und des Floristen
kennen“, erzählt Direktorin Gerlinde Wenschitz.
So lernen sie beispielsweise in der Floristik das Anfertigen von
Gestecken, das Arrangieren von Sträußen oder das Binden und Stecken
von Kränzen. Im gärtnerischen Bereich gehört das Schneiden von
Stecklingen und Steckhölzern, das Vermehren von Pflanzen oder das
Pikieren und Topfen von Pflanzen zum Tätigkeitsbereich. Als
Landschaftsgärtner können sie Wege und Plätze vermessen und diese mit
den verschiedensten Materialien pflastern, Mauern errichten, Pflanzen
setzen und Schnittmaßnahmen an Sträuchern und Bäumen durchführen.
Darüber hinaus wurden bereits eine Reihe von weiteren Projekten
umgesetzt: „Dazu gehört zum Beispiel die Vorplatzgestaltung beim
Arbeitersamariterbund in der Kerschensteinergasse, wo auch
jugendliche Flüchtlinge betreut werden“, erzählt die Direktorin.
„Auch das Vermehren von Gemüsepflanzen für andere Flüchtlinge in
Kooperation mit dem Arbeitersamariterbund war ein schönes Projekt.“
Darüber hinaus wurden die Jugendlichen in viele Aktivitäten der
Schule, wie gemeinsamer Unterricht, Frühlingsfest,
Projektpräsentationen, Wettbewerbe etc. eingebunden.
In den Sommerferien soll schrittweise das Projekt „Urban
Gardening“ am Loquaiplatz umgesetzt werden, das von der
Landschaftsgärtnerklasse erarbeitet wurde. Im Bereich des
Seniorenheimes werden hier in Kooperation mit Seniorenheim, der
Bezirksvorstehung, der Gebietsbetreuung, BerufsschullehrerInnen, dem
Verein „the creative fillip“ und der Flüchtlingsgruppe Pflanzgefäße
und rollstuhlgerechte Hochbeete errichtet.
In der Schule ist man von der Entwicklung der Jugendlichen
beeindruckt und möchte sie auch im nächsten Jahr weiter betreuen:
„Sowohl in den floristischen wie auch in den gärtnerischen Bereichen
zeichnen sich die jungen Burschen durch Geschicklichkeit, besonderen
Lernwillen und enormen Einsatz aus!“ so die Direktorin.
„Die Wiener Schulen tragen mit ihrem Bildungsangebot wesentlich
dazu dabei, dass Integration gelingt“, ist auch
Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky überzeugt. „Hier wird
mit großem Engagement – oft weit über den schulischen Alltag hinaus –
großartige Arbeit geleistet!“
Fotos in Kürze auf www.wien.gv.at/pressebilder abrufbar.
(Schluss)ssr
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