- 13.06.2016, 09:00:02
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Deutschland ist wieder Europameister – Zumindest wirtschaftlich
Europa steht Kopf, wenn sich bei der EM in Frankreich die stärksten Teams des Kontinents gegenüberstehen. Geht es nach Bisnode D&B, gibt es nur einen klaren Favoriten.
Utl.: Europa steht Kopf, wenn sich bei der EM in Frankreich die
stärksten Teams des Kontinents gegenüberstehen. Geht es nach
Bisnode D&B, gibt es nur einen klaren Favoriten. =
Wien (OTS) - Mit 24 Teams dürfen an der Fußball-Europameisterschaft
2016 so viele Länder teilnehmen wie nie zuvor. Zu den Favoriten
zählen die französische Equipe, die mit Heimvorteil einläuft,
Spanien, der Champion der letzten beiden Europameisterschaften, die
starken Belgier, aktuell zweite in der Weltrangliste, die Engländer
und schließlich Deutschland, der Weltmeister von 2014. Als
gefährliche Außenseiter gelten die Türkei, Kroatien und Österreich,
auch wenn für das Team von Marcel Koller die Generalprobe gegen die
Niederlande in die Hose gegangen ist.
Während die Chancenverteilung im Fußballerischen auf eine spannende
EM vom Ankick am 10. Juni bis zum Finale am 10. Juli hoffen lässt,
sieht die Bewertung des Risikos, in den an der EM teilnehmenden
Ländern Geschäfte zu machen, ganz anders aus: Gemäß Analysen der
Ökonomen von Bisnode D&B bekommt vom genannten Favoritenkreis nur
Deutschland mit „Lowest risk“ die beste Bewertung. Bisnode D&B ist
Europas führender Anbieter von digitalen Wirtschaftsinformationen und
bewertet regelmäßig das Länderrisiko von mehr als 130 Nationen
weltweit.
Deutschland als (Export-)Europameister
Als die stärkste Exportnation Europas und weltweit zweitgrößter
Warenexporteur geht die Bundesrepublik mit klarem Vorteil in das
Turnier um den wirtschaftlichen Europameister. Auch wenn das Wachstum
mit rund 1,5% verhalten bleibt, verzeichnet Deutschland die
zweitniedrigste Arbeitslosenrate innerhalb der Europäischen Union
(EU). Diese soll nach Einschätzung von Bisnode D&B bis 2018 unter 5%
bleiben. Weiters für Deutschland sprechen die hohe Qualität der
heimischen Lieferanten und die für Europa überdurchschnittliche
Zahlungsmoral der Kunden.
Heiß umkämpfter Vizemeister
Um den 2. Platz im Turnier rittern drei Nationen: das Vereinigte
Königreich, Österreich und Frankreich haben gute Chancen auf den
Einzug ins Finale, wenn sie auch dort um eine Klasse schwächer
scheinen als Deutschland. Sie werden von Bisnode D&B mit „Low risk“
beurteilt. Das Vereinigte Königreich ist in den Stadien Frankreichs
gleich mit drei Ländern vertreten: England, Wales und Nordirland. Für
alle drei, und natürlich auch für Schottland, gilt, dass das
langfristige Wachstumspotential zu den höchsten der europäischen
Volkswirtschaften gehört. Die Arbeitslosenquote soll sich bis 2018
dem Niveau Deutschlands annähern, wobei das Wirtschaftswachstum über
2% liegen wird. Das starke Finanzzentrum London bleibt der Motor des
Königreichs, zeigt aber auch die britische Verwundbarkeit für
Turbulenzen an den Finanzmärkten. Schließlich hängt noch das
Damoklesschwert des Brexit in der Luft. Im Falle eines Nein der
Briten zur EU würde Bisnode D&B wahrscheinlich ein Downgrade des
Vereinigten Königreichs durchführen.
Bei Österreich, ebenso mit „Low risk“ bewertet, hebt Bisnode D&B die
hohen Investionen in Forschung und Entwicklung hervor (mit 2,8%
deutlich über dem EU-Schnitt) sowie die Fähigkeit des Landes, sich
langfristig weiterhin als Tor zu den schnell wachsenden
Volkswirtschaften Osteuropas zu positionieren. Das Wachstum
Österreichs soll sich 2016, getrieben durch Konsum und Investitionen
beschleunigen, aber dennoch zu wenig, um der steigenden
Arbeitslosigkeit gegenzuwirken.
Gastgeber Frankreich stellt seine erstklassige Infrastruktur nicht
nur den EM-Teilnehmern und -besuchern zur Verfügung, sondern auch den
Unternehmen, was das langfristige Wachstumpotential der Wirtschaft
unterstützt. Auf der negativen Seite steht kurzfristig einem
verhaltenen Wachstum von rund 1% eine hohe Arbeitslosigkeit von 10%
gegenüber. Bisnode D&B sieht Arbeitsmarktreformen im Sinne eines
Aufweichens von Mindestlöhnen und des rigiden Kündigungsschutzes als
überfällig an.
Geheimfavorit aus dem Süden
Auf dem Fußballfeld mag Spanien zu den absoluten Favoriten gehören,
im Ranking von Bisnode D&B sind die Iberer mit „Slight risk“
bestenfalls Geheimfavoriten. Auf der Habenseite stehen
Geschäftsmöglichkeiten durch überdurchschnittliches Wachstum (rund
3%), vor allem im Servicesektor und ein niedriges Lohnniveau in den
nächsten Jahren. Im Soll stehen aber die nach wie vor schwache
Kreditvergabe, die hohe Arbeitslosigkeit (ca. 20%) die langsame
technologische Innovation sowie die politische Instabilität durch das
politische Patt nach den Parlamentswahlen von Dezember 2015.
In der wirtschaftlichen Analyse von Bisnode D&B scheint der Ausgang
der Europameisterschaft eindeutiger als auf dem Spielfeld. Dass sich
aber auch Deutschland nicht auf dem Erreichten ausruhen kann, zeigt
der Rating-Ausblick für das Länderrisiko: der ist nämlich negativ.
Die Bundesrepublik ist verwundbar, einerseits durch ihre alternde
Bevölkerung, andererseits ist sie als zweitgrößter Warenexporteur der
Welt abhängig von globalen Marktentwicklungen, die sich sehr stark
ändern können.
Über Bisnode D&B
Bisnode D&B ist ein führender europäischer Anbieter für Data &
Analytics. Wir unterstützen Unternehmen dabei, Kunden zu finden und
über den gesamten Kundenlebenszyklus zu managen. Mit unserem Smart
Data Ansatz können Unternehmen ihren Umsatz steigern und Verluste
minimieren. Bisnode D&B ist der grösste strategische Partner von Dun
& Bradstreet, dem globalen Anbieter von Wirtschaftsinformationen. Die
Bisnode Gruppe mit Hauptsitz in Stockholm beschäftigt rund 2‘400
Mitarbeitende in 18 Ländern.
Bitte zitieren Sie Bisnode als Wirtschaftsauskunftei oder als
Bonitätsdienstleister.
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