• 10.06.2016, 09:17:49
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Brot für die Welt stärkt Kinderrechte

Auch Österreich muss seinen Beitrag für Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit leisten.

Utl.: Auch Österreich muss seinen Beitrag für Projekte in der
Entwicklungszusammenarbeit leisten. =

Wien (OTS) - Zum internationalen Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni
macht Brot für die Welt auf die Missachtung von Kinderrechten in
vielen Ländern aufmerksam.

Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) der
Vereinten Nationen aus dem Jahr 2015 befinden sich weltweit rund 168
Millionen Mädchen und Buben in Kinderarbeit. Ein großer Teil von
ihnen arbeitet unter gesundheitsgefährdenden und ausbeuterischen
Bedingungen.

„Wir wissen von Kindern in Indien, die 12 Stunden am Tag in einem
Steinbruch arbeiten müssen. Diese Kinder gehen einerseits das Risiko
ein, durch Fehlsprengungen oder Steinschlag verletzt zu werden.
Andererseits verursacht der Steinstaub Allergien, Hautkrankheiten und
tödliche Lungenkrankheiten,“ schildert Dagmar Lassmann, Leiterin von
Brot für die Welt, die Lage vieler Kinder in Indien.

„Diese Situation ist inakzeptabel – vor allem gesundheitlich, aber
auch was die Zukunftschancen der Kinder betrifft“, kritisiert der
evangelische Bischof Michael Bünker, Schirmherr von Brot für die
Welt. „Ohne Schulausbildung haben die Kinder später kaum eine Chance,
sich ein gutes eigenständiges Leben aufzubauen und der bitteren Armut
zu entkommen.“

Erfolge bei der Bekämpfung der Kinderarbeit weltweit

Brot für die Welt hat gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen in
den letzten Jahren viel für die Rechte von Kindern erreicht. Ein
Beispiel ist der Einsatz der Brot für die Welt-Partner in Indien, der
„Bewegung zur Rettung der Kindheit“ (BBA) des
Friedensnobelpreisträgers Kailash Satyarthi: Mehr als 75.000 Kinder
konnten in den vergangenen 25 Jahren bei Razzien aus den schlimmsten
Formen der Kinderarbeit befreit werden. „Dank Brot für die Welt
können viele dieser Kinder nun stattdessen die Schule besuchen“, so
der evangelische Bischof, der die Verantwortung für die
Entwicklungszusammenarbeit auch bei der österreichischen Regierung
sieht.

„Der Rückgang der Kinderarbeit muss weiterhin dringend beschleunigt
werden. Dazu braucht es auch wirksame Projekte in der
Entwicklungszusammenarbeit. Österreich darf den Kopf nicht in den
Sand stecken. Unsere Bundesregierung muss endlich die österreichische
Entwicklungshilfe auf die versprochenen 0,7 Prozent des BIP anheben,
so wie es die Staatengemeinschaft vorsieht“, so Bischof Michael
Bünker abschließend.

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