• 09.06.2016, 13:47:46
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Forschungsquote stagniert bereits das dritte Jahr in Folge

Österreich fällt im Innovation Union Scoreboard (IUS) immer weiter zurück

Utl.: Österreich fällt im Innovation Union Scoreboard (IUS) immer
weiter zurück =

Wien (OTS) - In seiner aktuellen „Empfehlung zur Finanzierung von
Forschung und Entwicklung in Österreich“ fordert der Rat für
Forschung und Technologieentwicklung einmal mehr eine deutliche
Steigerung der Finanzmittel für Bildung, Forschung und Innovation
sowie die rasche Erarbeitung des seit Jahren geplanten
Forschungsfinanzierungsgesetzes.

„Die Forschungsquote stagniert bereits im dritten Jahr in Folge bei
knapp über 3 Prozent. Das von der Regierung selbst ausgegebene Ziel,
bis 2020 eine F&E-Quote von 3,76 Prozent erreichen zu wollen, scheint
in weiter Ferne“, so der Vorsitzende des Rates, Dr. Hannes Androsch.
Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO zeigen, dass die
F&E-Ausgaben von derzeit 10,1 Mrd. Euro auf rund 15 Mrd. Euro im Jahr
2020 steigen müssten, was angesichts der aktuellen Steigerungsraten
unmöglich ist.

„Trotz der Notwendigkeit der Budgetkonsolidierung bedarf es für die
zu-kunftssichernden Bereiche Bildung, Forschung und Innovation
dringend deutlich mehr finanzielle Mittel. Besonderer Schwerpunkt
muss dabei die langfristige Finanzierung der Universitäten sein“,
erklärte der stellvertretende Ratsvorsitzende Univ.-Prof. Dr. Markus
Hengstschläger, und ergänzte: „Allein für das im Arbeitsprogramm der
Regierung von 2013 formulierte Ziel einer Hochschulausgabenquote von
2 Prozent des BIP wären jährliche Mehrausgaben von durchschnittlich
400 Millionen Euro notwendig.“
Im aktuellen Bundesfinanzrahmen 2017 bis 2020 wird diesen
Notwendig-keiten nicht Rechnung getragen, vielmehr wird der Anteil
des Budgets für Bildung, Forschung, Kunst und Kultur am Gesamtbudget
sogar von 17,9 auf 17,1 Prozent zurückgehen. „Damit setzt der
Bundesfinanzrahmen falsche Prioritäten, und die Regierung wird die
von ihr selbst gesteckten Ziele nicht erreichen – mit mittel- und
langfristig negativen Folgen für unsere Wettbewerbsfähigkeit, unseren
Wirtschaftsstandort und damit für unseren Wohlstand“, so Hannes
Androsch abschließend.

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