• 09.06.2016, 11:37:46
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Bilanz der Kieferorthopäden nach einem Jahr Gratiszahnspange: „Gute Idee, schlecht umgesetzt“

Umfrage unter Mitgliedern des Verbandes Österreichischer Kieferorthopäden: Kritik am massiv gestiegenen bürokratischen Aufwand

V.l.: VÖK-Vizepräsidentin Dr. Doris Haberler und
Generalsekretärin DDr. Silvia Silli

Utl.: Umfrage unter Mitgliedern des Verbandes Österreichischer
Kieferorthopäden: Kritik am massiv gestiegenen bürokratischen
Aufwand =

Wien (OTS) - Ein Jahr nach der Einführung der sogenannten
Gratiszahnspange in Österreich zieht der Verband Österreichischer
Kieferorthopäden (VÖK) eine zwiespältige Bilanz. Grundlage ist eine
Mitgliederbefragung zur Krankenkassen-Zahnspange, die von trigger
research durchgeführt wurde. „Fast 60 Prozent unserer Mitglieder
halten die Krankenkassen-Zahnspange für eine gute Idee, die aber
schlecht umgesetzt wurde“, erklärt VÖK-Vizepräsidentin Dr. Doris
Haberler. So gaben 71 Prozent der ÄrztInnen an, dass die Einführung
chaotisch verlaufen sei.

Weitere Ergebnisse: 91 Prozent der Befragten klagen, dass der
bürokratische Aufwand seit Juli 2015 massiv gestiegen sei. Darüber
hinaus fühlen sich nur 26 Prozent zu allen Details der
Krankenkasse-Zahnspange bestens informiert. Lediglich 38 Prozent
sagen, dass die IOTN-Einstufung einwandfrei funktioniere. Mit dieser
Skala von eins bis fünf wird die Schwere der Fehlstellung bewertet.

Profitiert haben von der Einführung der Krankenkassen-Zahnspange
neben den betroffenen PatientInnen auch die
VertragskieferorthopädInnen: Bei 81 Prozent von ihnen sind die
Neuanfänge seit Juli 2015 gestiegen, während nur 18 Prozent der
KieferorthopädInnen ohne Vertrag über mehr Behandlungsstarts
berichteten.

Ein zusätzlicher Wermutstropfen für den VÖK ist die fehlende soziale
Staffelung. Generalsekretärin DDr. Silvia Silli: „Die Leistung
erfolgt nur nach medizinischen Kriterien. Unser Vorschlag für eine
Bezuschussung mit Staffelung nach medizinischen und sozialen
Kriterien wurde nicht aufgenommen.“

Über den VÖK

Gemeinsam mit den Universitäten Graz, Innsbruck und Wien kämpft der
VÖK seit seiner Gründung im Jahr 1997 im Sinne des
PatientInnenschutzes für die Einführung des Fachzahnarztes für
Kieferorthopädie in Österreich. Der VÖK vertritt 352
kieferorthopädisch tätige ZahnärztInnen in Österreich.
Öffentlichkeitsarbeit, PatientInneninformation und Qualitätssicherung
sind die Hauptziele des Verbandes.

Die gesamte Pressemeldung und die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage
finden Sie auf
http://www.wikopreventk.com/2016/06/09/bilanz-der-kieferorthopaeden-nach-einem-jahr-gratiszahnspange-gute-idee-schlecht-umgesetzt/

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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