Willi: Minister Rupprechter behandelt Bundesgärten stiefmütterlich

Grüne: Mitterlehner soll Hofburgen, Schlösser und Bundesgärten übernehmen

Wien (OTS) - „Mir fehlt jedes Verständnis für das Vorgehen von Minister Rupprechter! Er hat sich gegen die Zukunftsstrategie in seinem eigenen Haus entschieden“, ärgert sich der Tourismussprecher der Grünen, Georg Willi. Nach dieser hätten die Verwaltungen der Schlösser und Hofburgen sowie der historischen Gärten samt den international bedeutenden botanischen Sammlungen in der Hand des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zusammengelegt und gemeinsam touristisch vermarktet werden sollen. „Diese Strategie wird in Deutschland sehr erfolgreich praktiziert“, plädiert Willi für ein Umdenken.

Rupprechter verfügte stattdessen in der Vorwoche die Auflösung der Dienststelle Bundesgärten und stellte sie unter das Dach der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau, HBLFA Schönbrunn -allerdings ohne nennenswerte Kompetenzen in der Gartendenkmalpflege. „Der Minister behandelt die Bundesgärten geradezu stiefmütterlich. Sogar ProfessorInnen der Universität für Bodenkultur haben sich in einem offenen Brief dagegen ausgesprochen. Sarkastisch meinten sie, dass man analog dazu das Bundesdenkmalamt wohl einer HTL für Hochbau angliedern müsste“, beschreibt Willi die völlig unsensible Vorgehensweise.

Bundeskanzler Kern hat in der Sendung „Klartext“ vom 25. Mai in Anwesenheit von Vizekanzler Mitterlehner gesagt, ,Schloss Schönbrunn ist eine Beteiligung des Finanzministeriums. Die Gebäude sind im Ressort des Wirtschaftsministeriums, dort werden sie verwaltet. Die Gärten gehören dem Herrn Rupprechter und werden dort bewirtschaftet. Die Kutschensammlung gehört zu mir im Bundeskanzleramt. Wie läppisch geht es denn noch?‘ Willi: „Diesen Aussagen ist nichts hinzuzufügen.“

„Wir Grüne erwarten uns, dass Vizekanzler Mitterlehner dieses Vorgehen beendet, im Sinne des neuen Regierens eine sinnvolle Bereinigung der Kompetenzen vornimmt und die Hofburgen und Schlösser samt den sie umgebenden Bundesgärten in seinem Ressort zusammenführt“, sagt Willi.

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