Erste iPad Schule Wiens: Neue Mittelschule Koppstraße II präsentiert Erfolgsbilanz

Lernvideos erstellen und Referate über Apple-TV präsentieren – das ist der Schulalltag in der KOPP II. Am Mittwoch wurde die Erfolgsbilanz der ersten iPad Schule Wiens präsentiert.

Wien (OTS) - Jedes Kind lernt anders – mithilfe von iPads ermöglicht die Neue Mittelschule Koppstraße II im 16. Wiener Gemeindebezirk ihren 329 SchülerInnen eine Bandbreite an neuen Möglichkeiten und setzt ein Zeichen in Sachen innovatives Lernen. Nicht nur die SchülerInnen sind begeistert – auch LehrerInnen, BildungsexpertInnen und SchulpolitikerInnen unterstützen das engagierte Projekt.

In der Kopp II werden SchülerInnen im Alter von 11 bis 15 Jahren in 14 Klassen mithilfe von Tablets unterrichtet. Und das seit mittlerweile zwei Jahren mit großem Erfolg: „Der Unterricht lässt sich mit iPads ganz einfach an den individuellen Wissensstand und Lernstil anpassen. Die Kinder und Jugendlichen erwerben, dank neuer Formen der Teamarbeit und zeitgemäßer Unterrichtspraxen, mehr Selbstständigkeit und erlernen spielerisch die für den Arbeitsmarkt immer wichtiger werdenden digitalen Medienkompetenzen“, so das Resümee des Projektleiters Dipl. Päd. Ingo Stein. Vier Jahre nach dem Start einer Versuchsklasse in der Neuen Mittelschule KOPP II hat sich das Projekt als so erfolgreich bewährt, dass vor zwei Jahren mit der flächendeckenden Einführung von iPads im 1:1 Einsatz begonnen wurde:
Heute verwenden alle SchülerInnen und LehrerInnen im Unterricht und für die Vorbereitung der Stunden das eigene Tablet. Die Geräte wurden teilweise von den Eltern finanziert bzw. von der Schule leihweise zur Verfügung gestellt. Unterstützung bei der Umsetzung und der administrativen Abwicklung bekommt die KOPP II dabei von einem externen Anbieter (McWERK), der auch für die Betriebsbereitschaft der Geräte sorgt.

„Die SchülerInnen sind begeistert, wenn sie im Mathematikunterricht eigene Lernvideos erstellen dürfen oder ihre Englischdialoge mithilfe ihrer iPads vor der Klasse präsentieren dürfen. Neben dem Ausbau ihrer Medienkompetenz und dem Lernen des Stoffes kommt der Spaß am Lernen nicht zu kurz“, freut sich Stein. „Arbeiten der SchülerInnen können jederzeit für alle sichtbar über Apple-TV auf den Beamer gesandt und so präsentiert werden. Darüber hinaus werden im Klassenblog die interessantesten Schülerarbeiten veröffentlicht und sind somit auch für die Eltern jederzeit zugänglich“, erklärt der Projektleiter. Eine Management-Lösung ermöglicht es den PädagogInnen, die iPads der Klasse mit einem geringen Aufwand zu verwalten. So kann beispielsweise die Installation einzelner Apps durch einen Klick für die gesamte Klasse vorgenommen werden. Auch Schummeln ist dank Management-Lösung nicht möglich, denn bei Schularbeiten und Tests können alle Klassen-iPads auf eine App gesperrt und der Zugriff auf andere Apps somit unterbunden werden.

Engagierte LehrerInnen, die besten technischen Möglichkeiten und eine starke Unterstützung der Direktion – das Erfolgsrezept der Neuen Mittelschule KOPP II

„Die Anforderungen an unsere Lehrbeauftragten sind sehr verschieden:
unterschiedliche Stärken und Schwächen unserer SchülerInnen, teils auch bedingt durch Migrationshintergrund und ungleichmäßige Lernfortschritte erfordern pädagogische Expertise. Mithilfe der iPads können wir unsere SchülerInnen individuell fördern und somit einen großen Lernerfolg garantieren“, ergänzt Kopp II Direktor Wilhelm Wunderer. „So können unsere LehrerInnen mit den iPads den immer wichtiger werdenden Ansprüchen der Individualisierung leichter gerecht werden und ihren SchülerInnen mit der einfachen Übermittlung von Übungsmaterialien und einer Fülle an Apps für kreatives und selbstständiges Arbeiten einen effizienteren Lernprozess ermöglichen“, so Wunderer.

Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky: „Digitale Medien sind Teil unserer Lebenswelt“

Auch Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky unterstützt das Thema Digitalisierung an Wiens Schulen: „Digitale Medien sind längst Teil unserer Lebenswelt geworden. Uns geht es vor allem darum, sie auch pädagogisch sinnvoll in den Schulen einzusetzen Das iPad-Projekt an der Neuen Mittelschule Koppstraße ist ein besonders positives Praxisbeispiel“.
Seit Ende Februar 2016 laufe darüber hinaus ein großangelegtes Pilotprojekt der Stadt zum Thema „Tablets im Unterricht“: „Hier kommen an sechs Schulstandorten insgesamt 105 Tablets zum Einsatz. Das Projekt soll die Einsatzmöglichkeiten von Tablets im Unterricht ausloten und interessante, gelungene Praxisbeispiele auch für andere PädagogInnen zugänglich machen“, so Czernohorszky.

Bildungsexperte Dr. Salcher: Drei relevante Hebel für den pädagogischen Erfolg

Bildungsexperte Dr. Andreas Salcher, der sich als Mitbegründer der „Sir Karl Popper Schule“ seit Jahren für die Verbesserung des österreichischen Bildungswesens engagiert, bewertet das Projekt der Neuen Mittelschule KOPP II sehr positiv.

Für den Experten seien „drei Hebel“ entscheidend, um die Digitalisierung in den Schulen voranzutreiben und Projekte wie diese zu ermöglichen:

1. Infrastruktur: „So wie Wasser und Strom brauchen Schulen funktionierendes WLAN“, meint Salcher. Er ortet einen Investitionsbedarf von 200 Millionen der Breitbandmilliarde in die technische Ausstattung der Schulen.

2. Rechtlicher Rahmen: Viele Fragen wie „Lehrverpflichtungen im digitalen Zeitalter: Darf ein Lehrer mit seinen Schülern über Facebook kommunizieren? Oder Urheberrecht“ seien derzeit noch ungeklärt. „So lange diese Fragen ungelöst sind, gibt es Verunsicherung und dieses gibt auch Gegnern Argumente“, so Salcher.

3. Pädagogisches Konzept der LehrerInnenfortbildung: Für Salcher müsse der Einsatz digitaler Lehrmittel mit der LehrerInnenausbildung einhergehen. „iPads oder Computer ohne pädagogisches Konzept bringen nichts. Erst wenn das neue Lernen verstanden und angewendet wird, kann man damit kommen und sagen, dass es doch besseres als kopierte Zettel oder die Tafel gibt“, bringt es der Experte auf den Punkt.

Buddy-Prinzip für die LehrerInnen, Apps für kreatives und selbstständiges Arbeiten für die SchülerInnen

„Das wichtigste Element bei der Verwendung von iPads im Unterricht ist die optimale Aus- und Fortbildung der LehrerInnen“, weiß auch Projektmanager der KOPP II Ingo Stein. Im Rahmen von SCHILFs (schulinternen LehrerInnenfortbildungen) werden die PädagogInnen optimal geschult. „Auch mittels Buddy-Prinzip unterstützt sich das Lehrerteam gegenseitig. So werden Tipps weitergegeben und wir profitieren von den gegenseitigen Erfahrungen“, erklärt Ingo Stein.

Über die öffentliche Neue Mittelschule KOPP II

Die Neue Mittelschule mit naturkundlich-technischem Schwerpunkt und Bilinguale Mittelschule KOPP II unter der Leitung von Direktor Wilhelm Wunderer gibt es seit 1. Februar 1994 am Schulstandort Wien 16, Koppstraße 110. Derzeit führt die VBS– NMS Koppstraße 110 / II 48 LehrerInnen mit insgesamt 14 Stammklassen und 329 SchülerInnen. Seit dem Schuljahr 2015/16 werden die Klassen ab der 5. Schulstufe als iPad-Klassen geführt, in denen jedem Kind ein iPad zur Verfügung steht und der Unterricht in Ergänzung zu den anderen Unterrichtsmaterialien auch damit abgehalten wird. Der Lehrplan entspricht in allen Klassen dem des Realgymnasiums und ist besonders in den Fächern Physik/Chemie und Biologie handlungsorientiert und experimentell ausgerichtet. In jeder Schulstufe wird eine Klasse als „Bilinguale Mittelschulklasse“ („Vienna Bilingual Middle School“) geführt, in denen Native Speaker den Unterricht auch in englischer Sprache gestalten.

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