SJ-Herr: „Wohnen darf kein Luxus sein!“

Sozialistische Jugend fordert angesichts starker Mietpreiserhöhungen am privaten Markt Maßnahmenpaket und staatliches Wohnbauprogramm

Wien (OTS) - Zwischen 2008 und 2014 stieg der Mietpreis um 22%, die Löhne blieben mit 13% weit zurück. "Das kann sich einfach nicht ausgehen!", so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend. Sie hält die Entwicklung für untragbar: „47% des monatlichen Einkommens müssen bereits fürs Wohnen aufgewendet werden. Wohnen wird damit zu einem Luxus, den sich insbesondere Junge nicht mehr leisten können!“ Herr sieht die Politik am Zug: „Es braucht ein umfassendes Maßnahmenpaket!“

Bereits 2013 startete die Sozialistische Jugend eine Kampagne rund ums Thema Wohnen - die Forderungen sind heute aktueller denn je. „Ein erster Schritt wären klare und nachvollziehbare Mietpreisobergrenzen und ein Mietrecht, das für alle Mietverhältnisse gilt. Auch müssen unbefristete Mietverträge wieder zur Regel werden, um MieterInnen langfristige Planbarkeit zu ermöglichen!“, fordert Herr. Speziell für Junge fordert die Sozialistische Jugend mehr günstige Startwohnungen.

„Spekulation mit Wohnraum muss der Hahn abgedreht werden! Mit einer Zweckwidmung der Wohnbaugelder und einer Leerstandsabgabe auf leerstehende Wohnungen wird wirksam Spekulation bekämpft“, ist sich Herr sicher und sieht darin auch Maßnahmen, um die Zahl der verfügbaren und in Bau befindlichen Wohnungen rasch zu steigern. „Die Lehre aus den rasant steigenden Mietpreisen ist eindeutig: wir können nicht länger allein auf den privaten Wohnungsmarkt setzen, sondern müssen mit einem groß angelegten kommunalen Wohnbauprogramm durchstarten!“, so Herr abschließend.

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