FPÖ: Pisec: Handwerkerbonus ist nur ein Bagatellbetrag und statistisch gar nicht messbar

"New Deal" des Bundeskanzlers entpuppt sich als "Very Old Deal"

Wien (OTS) - "Der Handwerkerbonus entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Fata Morgana und der New Deal des Bundeskanzler Kern als Very Old Deal. Es ist nicht notwendig, bis 2021 – wie im Gesetz verankert – auf eine empirische Analyse zu warten, weil die Ergebnisse in Deutschland bereits vorliegen und mit der Methode der Komparatistik leicht vergleichbar sind", so heute Bundesrat Mag. Reinhard Pisec, freiheitlicher Industriesprecher und Präsident der Freiheitlichen Wirtschaft – FPÖ pro Mittelstand

Die empirischen Daten aus Deutschland würden zeigen, dass der Handwerkerbonus in Österreich ungerecht und ein Bagatellbetrag sei -und wegen der geringen Größe statistisch daher auch nicht messbar.

Die Auswertung zeige folgendes: In Österreich können nur rund 33.000 Personen (€ 20 Mio. Förderbetrag dividiert durch € 600 Förderung pro privaten Haushalt) die Fördermittel erhalten, in Deutschland hingegen jeder, der möchte. Die Auswertungen zeigen weiter, dass in Summe in Österreich 125.000 Personen diesen Handwerkerbonus in Anspruch nehmen würden, von denen ihn nur ein Viertel erhält und drei Viertel leer ausgehen. Zu diesem Ergebnis kommt man, wenn man die empirischen Daten aus Deutschland für Österreich quantifiziert: € 1,5 Mrd. (gesamter jährlicher Auszahlungsbetrag in Deutschland) dividiert durch € 1.200 (Steuerbonus in Deutschland) dividiert durch 10 (Relation zu Österreich) = 125.000 Personen.

"Die Ergebnisse zeigen auch, dass 70 Prozent Mitnahmeeffekte zu verzeichnen sind, also Leistungen werden bei Handwerkern beauftragt, welche private Haushalte auch ohne Handwerkerbonus beauftragt hätten. Damit relativiert sich auch die Aussage von Bundeskanzler Kern, welcher meint, der Handwerkerbonus müsste nur besser vermarktet werden. Womit Kern sagen will, die Bevölkerung habe die 'so großzügigen' Förderungen und sein Wirtschaftsprogramm nur nicht verstanden", so Pisec

Der österreichische Handwerkerbonus führe zu einem völlig vernachlässigbaren Wert von 0,002 % für das Wirtschaftswachstum (€ 20 Mio. in Prozent zum BIP umgerechnet und und davon 30 %).

"Damit entpuppt sich der Handwerkerbonus nur als Fortsetzung des Show-Programms der Bundesregierung und der gesamte New Deal von Bundeskanzler Kern als nichtssagendes Programm. Außerdem ist dieser aus dem amerikanischen entlehnte Terminus in einem Kontext verhaftet, den wir von der FPÖ und der Freiheitliche Wirtschaft völlig ablehnen, denn damit verknüpft sind Steuererhöhungen, Starrheit und Zentralismus auf alle Ebenen", kritisiert Pisec. Dieses neue, aufoktroyierte Belastungsprogramm (New Deal) sei daher auf allen Ebenen für die österreichische Unternehmenslandschaft abzulehnen.

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