Kärntens LK-Präsident Mößler fordert mehr Respekt für Produktionsgrundlage Wald

Einschränkung der Eigentumsrechte darf nachhaltige Forstbewirtschaftung nicht gefährden

Klagenfurt (OTS) - "Eigentum an Grund und Boden ist die Grundlage einer verantwortungsbewussten und nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Wälder. Die Rechte der Grundeigentümer geraten aber durch die Freizeitgesellschaft immer mehr unter Druck. Wir fordern daher mehr Respekt in Bezug auf Eigentum und Wertschätzung der Leistungen unserer Land- und Forstwirte. Der Öffentlichkeit ist vor Augen zu führen, dass es sich hierbei um die Lebens- sowie Produktionsgrundlage der Land- und Forstwirte handelt. Dies muss viel stärker in den Mittelpunkt unserer gesellschaftspolitischen Diskussion gerückt werden", forderte heute der Kärntner LK-Präsident Johann Mößler im Rahmen der Veranstaltung "Wem gehört der Wald wirklich?", zu der die LK Österreich und die LK Kärnten eingeladen haben.

Ordnung statt Chaos im Wald

Mößler verlangt klare Regeln für die Nutzung der Forste. "Eine generelle Öffnung der Wälder für Mountainbiker und andere Fun-Sportarten stellt nicht nur ein Haftungsrisiko für die Grundeigentümer dar, sondern widerspricht auch dem allgemeinen Wunsch der Bevölkerung, die den Wald vor allem zum Wandern nutzt. Wir brauchen Ordnung im Wald, kein Chaos. Garant dafür ist das Forstgesetz in seiner derzeitigen Form und daran soll auch nicht gerüttelt werden", unterstrich der Kammerpräsident. Er verwies auf eine im ersten Quartal 2015 im Auftrag der LK Österreich durchgeführte GfK-Umfrage, die belegt, dass 93% der Österreicher(innen) in erster Linie im Wald spazieren gehen oder wandern und einer Öffnung der Forste für Mountainbiker sehr skeptisch gegenüberstehen.

Nutzfunktion stärken, nicht schwächen

"Der Wald in Kärnten ist auch ein zentraler Wirtschaftsfaktor. 20.000 Waldbesitzer und 18.000 Beschäftigte in der Forstwirtschaft beziehen ihr Einkommen aus der Nutzung der Wälder. Wer die Einschränkung der Nutzfunktion zum Beispiel durch großflächige Außer-Nutzung-Stellung im Rahmen von Natura 2000 fordert, muss wissen, dass er damit auch Arbeitsplätze gefährdet. Seit dem Klimaabkommen von Paris wissen wir, dass auch der nachwachsende Rohstoff Holz eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen muss. In Kärnten wächst derzeit mehr Holz zu als genutzt wird. Jeder Festmeter, den wir aus dem Wald bringen, ist nicht nur ein Beitrag zu Wertschöpfung und Beschäftigung, sondern auch ein aktiver Beitrag zu mehr Klimaschutz", appellierte Mößler an die Vertreter der Freizeitwirtschaft und des Naturschutzes in Kärnten. (Schluss)

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