LR Anschober: Es braucht eine völlig neue Politik der EU im Umgang mit Schutzsuchenden

"Fast täglich eine neue Tragödie im Mittelmeer, fast täglich neue Opfer - dieser Katastrophe darf nicht mehr länger zugesehen werden."

Linz (OTS) - "Es braucht eine völlig neue Politik der EU im Umgang mit Schutzsuchenden", appelliert Oberösterreichs Integrationslandesrat Rudi Anschober an die Bundesregierung und die EU-Kommission. "Es braucht - neben menschlicher Aufnahme und offensiver Integrationspolitik innerhalb der EU - vor allem engagierte Initiativen gegen die Fluchtursachen und sichere Wege zum Schutz. Ein Schritt in diese Richtung wäre die Wiedereinführung der Möglichkeit, einen Asylantrag direkt in der Krisenregion zu stellen. Auf dieser Basis könnten die EU bzw. die Mitgliedstaaten - wie aktuell schon Kanada - Quoten für die Aufnahme festlegen und besonders engagierte Mitgliedstaaten dabei finanziell unterstützen. Die aktuelle Politik, die etwa die Hilfsnotwendigkeiten in der Krisenregion für 2016 erst zu 23 Prozent abgedeckt hat und die Schutzsuchenden in die Arme der Schlepper und zu lebensgefährlichen Routen zwingt, ist gescheitert."

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