AK-Wieser: Beschäftigung in Niederösterreich rasch ankurbeln

Bei Wachstum der Arbeitsplätze nur auf dem vorletzten Platz – Maßnahmenpaket dringend notwendig

St. Pölten (OTS) - „Es braucht ein großes Maßnahmenpaket, um die Beschäftigung in Niederösterreich anzukurbeln“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB Niederösterreich-Vorsitzender Markus Wieser anlässlich der Präsentation des Statistik-Bandes „Meine Region Niederösterreich“.

Seit 2008 wuchs die Zahl der unselbstständig Beschäftigten um 2,75 Prozent, von 572.000 auf 588.000 Beschäftigte. Niederösterreich belegt damit vor Kärnten den vorletzten Platz im Bundesländervergleich. „Eine Stärkung der Industrie, eine Bildungsoffensive und die faire Verteilung von Arbeit sind daher besonders wichtig“, so Wieser.

Vor dem Hintergrund, dass Teilzeit-Arbeit auf dem Vormarsch ist, bedeutet dies, dass hochwertige unbefristete Vollzeit-Stellen immer weniger werden. Bei Lehrlingen spricht die Statistik eine ähnliche Sprache. Ende 2015 gab es in Niederösterreich 16.833 Lehrlinge, um 4,9 Prozent weniger als im Vergleichsjahr zuvor. „Daher sind wesentliche Maßnahmen notwendig, um Beschäftigung und Ausbildung anzukurbeln und zu stärken“, so Wieser.

Industriepolitisches Konzept, Bildungsoffensive, faire Verteilung von Arbeit
•Industriepolitisches Konzept: Ohne Leitbetriebe kann es keine dynamische Entwicklung in der Forschung und Produktentwicklung und im Export geben. Insbesondere, weil in Gewerbe und Industrie 1,5 % der Arbeitsplätze verloren gegangen sind. Es braucht daher Investitionen in Forschung und Infrastruktur sowie eine Stärkung des heimischen Produktionsstandortes.

•Bildungsoffensive: Vor dem Hintergrund der voranschreitenden Digitalisierung braucht es eine Bildungsoffensive, um die ArbeitnehmerInnen auf die veränderten Bedingungen in der Arbeitswelt bestmöglich vorzubereiten. Digitalisierung/Flexibilisierung kann keine Einbahnstraße auf den Rücken der Beschäftigten sein.

•Faire Verteilung von Arbeit. Derzeit werden zu viele Überstunden verlangt, Österreich ist „Überstunden-Weltmeister“. Dazu kommt der steigende Arbeitsdruck, was nachweislich zu erheblichen gesundheitlichen Belastungen führt. Andererseits jedoch steigt die Teilzeit- und geringfügige Beschäftigung kontinuierlich an.

•Rascheren Ausbau des Glasfasernetzes und der digitalen Infrastruktur: Dadurch können Arbeitsplätze, die mehr und mehr von leistungsfähigen Internetverbindungen abhängen, auch in bisher benachteiligten Regionen erhalten bzw. geschaffen werden.

Die zusammengetragene Statistik „Niederösterreich und seine Regionen“ kann als Broschüre kostenlos unter 05-7171-25000 bestellt werden. Download unter noe.arbeiterkammer.at
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