- 02.06.2016, 11:15:47
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AK-Wieser: Beschäftigung in Niederösterreich rasch ankurbeln
Bei Wachstum der Arbeitsplätze nur auf dem vorletzten Platz – Maßnahmenpaket dringend notwendig
Utl.: Bei Wachstum der Arbeitsplätze nur auf dem vorletzten Platz –
Maßnahmenpaket dringend notwendig =
St. Pölten (OTS) -
„Es braucht ein großes Maßnahmenpaket, um die Beschäftigung in
Niederösterreich anzukurbeln“, so AK Niederösterreich-Präsident und
ÖGB Niederösterreich-Vorsitzender Markus Wieser anlässlich der
Präsentation des Statistik-Bandes „Meine Region Niederösterreich“.
Seit 2008 wuchs die Zahl der unselbstständig Beschäftigten um 2,75
Prozent, von 572.000 auf 588.000 Beschäftigte. Niederösterreich
belegt damit vor Kärnten den vorletzten Platz im
Bundesländervergleich. „Eine Stärkung der Industrie, eine
Bildungsoffensive und die faire Verteilung von Arbeit sind daher
besonders wichtig“, so Wieser.
Vor dem Hintergrund, dass Teilzeit-Arbeit auf dem Vormarsch ist,
bedeutet dies, dass hochwertige unbefristete Vollzeit-Stellen immer
weniger werden. Bei Lehrlingen spricht die Statistik eine ähnliche
Sprache. Ende 2015 gab es in Niederösterreich 16.833 Lehrlinge, um
4,9 Prozent weniger als im Vergleichsjahr zuvor. „Daher sind
wesentliche Maßnahmen notwendig, um Beschäftigung und Ausbildung
anzukurbeln und zu stärken“, so Wieser.
Industriepolitisches Konzept, Bildungsoffensive, faire Verteilung von
Arbeit
•Industriepolitisches Konzept: Ohne Leitbetriebe kann es keine
dynamische Entwicklung in der Forschung und Produktentwicklung und im
Export geben. Insbesondere, weil in Gewerbe und Industrie 1,5 % der
Arbeitsplätze verloren gegangen sind. Es braucht daher Investitionen
in Forschung und Infrastruktur sowie eine Stärkung des heimischen
Produktionsstandortes.
•Bildungsoffensive: Vor dem Hintergrund der voranschreitenden
Digitalisierung braucht es eine Bildungsoffensive, um die
ArbeitnehmerInnen auf die veränderten Bedingungen in der Arbeitswelt
bestmöglich vorzubereiten. Digitalisierung/Flexibilisierung kann
keine Einbahnstraße auf den Rücken der Beschäftigten sein.
•Faire Verteilung von Arbeit. Derzeit werden zu viele Überstunden
verlangt, Österreich ist „Überstunden-Weltmeister“. Dazu kommt der
steigende Arbeitsdruck, was nachweislich zu erheblichen
gesundheitlichen Belastungen führt. Andererseits jedoch steigt die
Teilzeit- und geringfügige Beschäftigung kontinuierlich an.
•Rascheren Ausbau des Glasfasernetzes und der digitalen
Infrastruktur: Dadurch können Arbeitsplätze, die mehr und mehr von
leistungsfähigen Internetverbindungen abhängen, auch in bisher
benachteiligten Regionen erhalten bzw. geschaffen werden.
Die zusammengetragene Statistik „Niederösterreich und seine Regionen“
kann als Broschüre kostenlos unter 05-7171-25000 bestellt werden.
Download unter noe.arbeiterkammer.at
Rückfragen:
Gernot Buchegger MA, Pressesprecher des Präsidenten, Mobil:
0664-8134801
Dr. Jürgen Figerl, Abteilung Wirtschaftspolitik, Tel. 05-7171-24510
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