- 01.06.2016, 09:00:01
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Allianz Altersprognose: Österreich tritt ab 2024 in Japans Fußstapfen
„Superalte“ Länder weltweit: Japan, Deutschland, Griechenland / Österreich (ohne Wien): Leoben am ältesten, Imst am jüngsten / Ausblick: Vorsorge für 100 Jahre Lebenszeit
Utl.: „Superalte“ Länder weltweit: Japan, Deutschland, Griechenland
/ Österreich (ohne Wien): Leoben am ältesten, Imst am jüngsten
/ Ausblick: Vorsorge für 100 Jahre Lebenszeit =
Wien (OTS) - Sushi und steirischer Backhendlsalat mit Kürbiskernöl:
Während bei kulinarischen Fragen Welten zwischen Leoben und Japan
liegen, gibt es bei der Bevölkerungszusammensetzung erstaunliche
Parallelen: Sowohl im steirischen Bezirk als auch im Land der
aufgehenden Sonne ist bereits jetzt ein Viertel der Gesamtbevölkerung
über 65 Jahre alt. Neben dem steigenden Anteil an Über-65-Jährigen
ist vor allem die Geschwindigkeit der Alterung markant, wie ein
globaler Allianz Vergleich zeigt. „Österreich wird im Jahr 2024, also
fünfzehn Jahre nach Japan, in die Liga der ‚superalten‘ Länder der
Welt aufsteigen“, erklärt Andreas Csurda, Bereichsleiter
Versicherungstechnik Leben.
„Superalte Länder“: Japan führt, Österreich folgt 2024
Der aktuelle Allianz Vergleich untersucht den Anteil der
Über-65-Jährigen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung eines Landes.
Dabei unterscheiden Experten drei Alterungsstadien: Ab einem
7-prozentigen Anteil an Über-65-Jährigen sprechen Experten von einem
alternden, ab 14 Prozent von einem alten Land. Liegt der Anteil bei
21 Prozent oder höher, wird ein Land als „superalt“ bezeichnet. Wie
der Allianz Vergleich zeigt, liegt Japan im Ranking der superalten
Länder deutlich an der Spitze: Während Japan in den frühen 1960er
Jahren noch als eines der jüngsten der G7-Länder galt, hatte es im
Jahr 2008 als weltweit erstes Land eine Bevölkerung, die 21 Prozent
an Über-65-Jährigen aufwies. Auf Platz zwei der Rangliste der
superalten Länder liegt Italien, das als erstes europäisches Land im
Jahr 2012 diese Schwelle überschritt, gefolgt von Deutschland im Jahr
2014 und Griechenland 2015. Portugal und Finnland folgen heuer.
Komplettiert werden die Top 10 der superalten Länder von Bulgarien
(2019), Martinique (2019) und Malta (2020) sowie Kroatien (2021), ex
aequo mit Frankreich, Slowenien und den Amerikanischen
Jungferninseln. EU-Schlusslichter werden Irland (2037), Luxemburg
(2038) und Zypern (2039) sein. In Österreich sind derzeit rund 18
Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt, 2024 wird die
Alpenrepublik ebenfalls die 21 Prozent-Schwelle überschreiten.
Österreichs Bezirke (ohne Wien): Leoben am ältesten, Imst am
jüngsten
Ein Blick auf die hiesigen Entwicklungen zeigt: Einzelne Bundesländer
Österreichs weisen bereits jetzt eine ähnliche Bevölkerungsstruktur
wie Japan auf: Laut Zahlen der Statistik Austria ist das Burgenland
mit einem Anteil von 20,7 Prozent an Über-65-Jährigen das älteste
Bundesland Österreichs, gefolgt von Kärnten (20,6 Prozent) und der
Steiermark (19,7 Prozent). Vorarlberg gilt mit dem geringsten Anteil
an Über-65-Jährigen (16,7 Prozent) als jüngstes Bundesland. Ein
ähnliches Bild weist auch die Untersuchung der Bevölkerungsgruppen
auf Bezirksebene auf (ohne Wien): Mit jeweils drei Bezirken schaffen
es das Burgenland, die Steiermark und Niederösterreich in die Top 10
der ältesten Bezirke Österreichs. Leoben liegt dabei mit rund einem
Viertel an Über-65-Jährigen auf Platz eins. Die zehn jüngsten
österreichischen Bezirke sind vor allem in den westlichen
Bundesländern angesiedelt: Imst in Tirol ist mit rund 15 Prozent an
Über-65-Jährigen der jüngste Bezirk Österreichs, gefolgt von
Feldkirch in Vorarlberg (15,9 Prozent) und Perg in Oberösterreich
(16,1 Prozent). In Wien ist die Bevölkerung der Inneren Stadt (25,3
Prozent) am ältesten, in Rudolfsheim Fünfhaus (13,2 Prozent) am
jüngsten.
Private Vorsorge für 100+ Lebensjahre
Im Jahr 2050 dürfte Japan – so wie heute – die meisten
Über-Hundertjährigen zählen: Knapp ein Prozent der Gesamtbevölkerung
wird dann 100 Jahre oder älter sein. Auch hierzulande wird jedes
zweite derzeit Neugeborene hundert Jahre alt. Das Älterwerden bietet
eine großartige Lebensperspektive, da die Menschen dank medizinischer
Fortschritte bis ins hohe Alter aktiv bleiben können. Neben
frühzeitiger und präventiver Gesundheitsvorsorge sei private Vorsorge
das Gebot der Stunde, so Csurda abschließend.
Downloads im Internet unter
https://www.allianz.at/privatkunden/media-newsroom/
Foto: Andreas Csurda (© Allianz) – Abdruck honorarfrei
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