- 31.05.2016, 13:27:16
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ÖH Uni Wien präsentiert bildungspolitische Kampagne: Was ist das für 1 Uni-Life?
Erste Kampagnen-Phase skandalisiert rassistische Strukturen im Hochschulsystem
Utl.: Erste Kampagnen-Phase skandalisiert rassistische Strukturen im
Hochschulsystem =
Wien (OTS) - Die ÖH Uni Wien startet ihre neue bildungspolitische
Kampagne "Was ist das für 1 Uni-Life". Bei der Pressekonferenz am 31.
Mai stellte das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien die Schwerpunkte der
Kampagne vor, mit der auf aktuelle Probleme im Hochschulsystem und an
der Universität Wien aufmerksam gemacht werden soll. "Wir wollen mit
der Kampagne einen antirassistischen, einen sozialpolitischen und
einen bildungspolitischen Schwerpunkt setzen. Rassistische und
diskriminierende Sturkturen sind dem Hochschulsystem immanent. Das
wollen wir in der ersten Kampagnenphase in den kommenden Wochen
thematisieren", kündigt Camila Garfias (VSStÖ) vom Vorsitzteam auf
der heutigen Pressekonferenz an.
Die Universität Wien versteht sich als internationale Institution.
Angesichts der fortschreitenden Verschlechterung der
Studienbedingungen für ausländische Studierende kann sie diesem
Selbstverständnis aber nicht gerecht werden. "Derzeit müssen
Studierende aus sogenannten Drittstaaten 726,72 Euro pro Semester,
also das Doppelte an Studiengebühren bezahlen. Diese Art von
Schikanen, die vielen das Studium massiv erschweren oder gar
verunmöglichen, wollen wir mit unserer Kampagne aufzeigen", erklärt
Karin Stanger (GRAS) vom Vorsitzteam.
Außerdem kritisiert die ÖH Uni Wien in ihrer Kampagne die Erhöhung
des Lehrgangsbeitrags des Vorstudienlehrgangs der Wiener
Universitäten (VWU). Der VWU ist dazu konzipiert
drittstaatsangehörigen Studierenden, Deutschkenntnisse zu vermitteln
und eine Vorbereitung auf Ergänzungsprüfungen für die
Studienzulassung anzubieten. "Dieses Jahr wurde die Teilnahmegebühr
um mehr als das Doppelte erhöht. Nur die, die es sich leisten können,
sind also willkommen. Momentan möchten viele Geflüchtete hier ihr
Studium beginnen. Da ist diese Kostenerhöhung ein vollkommen falsches
Signal!", zeigt sich Elisabeth Weissensteiner (KSV-Lili) empört.
Im Jänner dieses Jahres bekundete die damalige Innenministerin
Johanna Mikl-Leitner, Österreich unattraktiver machen zu wollen. Die
aktuelle Hochschulpolitik scheint dieses Vorhaben umzusetzen. "Die
erste Phase der 'Was ist das für 1 Uni-Life'-Kampagne wird sowohl auf
die strukturellen Diskriminierungen, aber auch auf den
Alltagsrassismus an der Hochschule aufmerksam machen. Gegen Schikanen
im Studium und an der Grenze! Wir fordern den freien Hochschulzugang
für alle!", betont das Vorsitzteam auf der Pressekonferenz im Cafe
Stein unisono.
Ausführliche Hintergrundinformationen:
http://oeh.univie.ac.at/politik/standpunkte/kampagne-was-ist-das-fuer
-1-uni-life
Fotos von der Pressekonferenz zur Kampagnenpräsentation:
http://oeh.univie.ac.at/fotos
Hashtag auf Twitter und Facebook: #1UniLife
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