Ergebnis der Jahres-Fachkonferenz der BAWO-Bundesarbeitgemeinschaft Wohnungslosenhilfe: Wohnraum nachhaltig sichern

Forderung der BAWO-Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe nach strukturellen Verbesserungen für einkommensschwache Menschen am Wohnungsmarkt.

Wien (OTS) - Zum Abschluss der dreitägigen Fachtagung der BAWO mit 280 ExpertInnen und TeilnehmerInnen wurden am Mittwoch, 25.05.2016 Möglichkeiten der Teilhabe von einkommensschwachen Menschen am geförderten und kommunalen Wohnungsmarkt diskutiert.

Grundrechte sichern – Vorbildwirkung in der Menschenrechtsstadt Wien

Einig waren sich die ExpertInnen, darunter auch Barbara Helige, Liga für Menschenrechte, über die Notwendigkeit der Ratifizierung und Umsetzung des Grundrechts auf Wohnen, wie in Artikel 31 der revidierten europäischen Sozialcharta normiert. Kurt Gutlederer vom Fachbereich Betreutes Wohnen des Fonds Soziales Wien, der die Tagung auch finanziell unterstützte: „Mit der Deklaration ‚Wien - Stadt der Menschenrechte‘ im Jahr 2014 hat sich die Stadt Wien zu einem hohen menschenrechtlichen Standard bekannt. Den Zugang zu leistbarem Wohnraum zu verbessern, ist uns auch deshalb ein großes Anliegen – und kann nur in Dialog mit sozialen Organisationen und der Wohnungswirtschaft vorangetrieben werden.“

Wohnraum für einkommensschwache Gruppen erhalten und schaffen

Erfahrungen von gemeinnützigen Wohnbauträgern zeugen von gewinnbringenden Kooperationen mit sozialen Organisationen. Martin Orner, Obmann-Stellvertreter der EBG: „Die Versorgung einkommensschwacher Gruppen mit leistbarem Wohnraum muss noch weiter forciert werden. Deshalb verweisen wir gerne auf unsere erfolgreichen Erfahrungen, beispielsweise bei der Umsetzung von Housing First-Modellen.“ Auch Michael Gehbauer von der WBV-GPA kann zahlreiche positive Beispiele nennen: „Bei Studierendenheimen, gemischten Wohnprojekten mit Wohngemeinschaften für mehrfachbehinderte Jugendliche oder bei dauerhaften Wohneinrichtungen für wohnungslose Menschen: Hohe Qualitätsstandards und Leistbarkeit sind für uns kein Widerspruch!“

Die gemeinsamen Interessen von Wohnungslosenhilfe und gemeinnützigen Wohnbauträgern betont auch Elisabeth Hammer, Obfrau der BAWO – Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe: „Wir haben die Expertise wie Wohnraum nachhaltig gesichert werden kann. Dies hilft gemeinnützigen Wohnbauträgern Kosten sparen – und ermöglicht ehemals wohnungslosen Menschen wieder in der Mitte der Gesellschaft Fuß zu fassen. Der Anteil von gefördertem und kommunalem Wohnraum, der an wohnungslose Menschen vergeben wird, ist deutlich zu erhöhen – das ist ein wesentlicher Beitrag zur Armutsbekämpfung“.

Rückfragen & Kontakt:

Elisabeth Hammer, BAWO Obfrau
Gerichtsgasse 3/2/3, 1221 Wien
M: + 43 (0) 699 1 952 0456 / Email: elisabeth.hammer@bawo.at / www.bawo.at

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