• 30.05.2016, 12:19:47
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Schultes: Preisschlacht stoppen - Milchmenge an Nachfrage anpassen

EU-Agrarkommission hat Milch-Gespräche ermöglicht: "Ohne Verzug beginnen"

Utl.: EU-Agrarkommission hat Milch-Gespräche ermöglicht: "Ohne
Verzug beginnen" =

Wien (OTS) - "Wir brauchen sofort eine Phase der Marktberuhigung mit
einem Ende der Billigpreis-Aktionen und gleichzeitig Gespräche über
eine angepasste Milchmenge. Der EU-Agrarkommissar hat auf unsere
Forderung hin eine Sonderregelung in Kraft gesetzt, damit die
Vertreter der Milchbauern, der Verarbeiter und des Handels europaweit
die Milchmengen abstimmen können, ohne mit dem Kartellrecht in
Konflikt zu geraten. Ich erwarte mir, dass diese Möglichkeit auch in
Österreich unverzüglich genützt wird. Niemandem, auch nicht dem
Handel, nützt eine Preisspirale nach unten. Die jüngsten sinkenden
Anlieferungszahlen in Österreich zeigen, dass unsere Bauern die
Zeichen rasch und richtig erkannt haben. Lieferanten, Molkereien und
Lebensmittelhandel müssen nun diese Chance nützen und gemeinsam die
Milchmenge anpassen", forderte heute LK Österreich-Präsident Hermann
Schultes "ohne Verzug" den Beginn einer neuen Marktvernunft.

"Die verantwortlichen Manager der Milchverarbeiter sind jetzt
gemeinsam mit den Managern des Handels in der Pflicht. Die Marktmacht
des Handels bedeutet auch Verantwortung für die Lösung. Die Zukunft
vieler Milchbauern, ja ganzer Dörfer und Regionen muss jetzt
geschützt werden. Das hochwertige Produkt Milch und die schwere
Arbeit der Bauern sowie die Bedeutung für die Vitalität unserer
Regionen verdienen Anerkennung und Wertschätzung", so Schultes.

Milchmarkt: EU-weit aktiv werden

"Die Tatsache, dass die großen Milch-produzierenden Länder wie
Irland, Dänemark oder die Niederlande die Milchproduktion im
zweistelligen Bereich gesteigert haben, zeigt deutlich, wie wichtig
der Schritt der Kommission war, eine Gesprächsmöglichkeit über eine
abgestimmte Milchmenge zu schaffen. Nun muss diese Chance rasch
ergriffen werden, damit der Druck auf den Milchpreis auf europäischer
Ebene reduziert werden kann. Denn derzeit werden Werte in gewaltigem
Ausmaß vernichtet. Das gefährdet die Existenz der Milchbauern, bringt
die Verarbeiter enorm unter Druck und hilft auch nicht dem Handel, da
der Konsum selbst bei sinkenden Preisen nicht wächst. Daher brauchen
wir rasch Gespräche und Ergebnisse, sowohl in der EU als auch in
Österreich", führte Schultes aus.
(Schluss)

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