- 30.05.2016, 11:57:45
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AK fordert Ausbau der Stipendien und Inflationsanpassung
Studierenden-Sozialerhebung zeigt „kalte Progression“ bei Studienbeihilfen
Utl.: Studierenden-Sozialerhebung zeigt „kalte Progression“ bei
Studienbeihilfen =
Wien (OTS) - Nur mehr rund 12 Prozent der Studierenden erhalten ein
normales, vom Einkommen der Eltern abhängiges Stipendium. Der
Hauptgrund dafür ist, dass die Fördersätze und Grenzwerte für den
Beihilfenbezug seit 2008 nicht mehr angehoben wurden. Studierende aus
sozial schwächeren Schichten (dazu gehören auch die
BeihilfenbezieherInnen) sind häufig mit finanziellen Problemen
konfrontiert. Ihre Familien können sie nicht in demselben Ausmaß
unterstützen wie besser gestellte Familien, und die Studienbeihilfe
kann diese Unterschiede derzeit nicht ausgleichen. Wenn die Höhe des
Stipendiums nicht mehr ausreicht, muss das Ausmaß der
Erwerbstätigkeit ausgeweitet werden, was wiederum zum gänzlichen
Verlust der Studienbeihilfe mangels Studienerfolg führen kann. Die AK
fordert eine Anhebung der Stipendien und des
Einkommensberechnungsschemas entsprechend der Lohn- und
Preisentwicklung.
Seit 2009 ist bei den Stipendien ein kontinuierlicher Rückgang
festzustellen: Erhielten im Sommersemester 2009 noch 18 Prozent der
Studierenden ein normales Stipendium, waren es im Sommersemester 2011
nur mehr knapp 15 Prozent und im Sommersemester 2015 nur mehr rund 12
Prozent. Bei Uni-Studierenden gab es im Studienjahr 2008/09 laut
Wissenschaftsministerium noch 36.840 Bewilligungen von Stipendien, im
Studienjahr 2014/15 waren es nur mehr 29.910, ein Rückgang von 6.930.
Für die AK ist eine Anhebung der Stipendien und des
Einkommensberechnungsschemas entsprechend der Lohn- und
Preisentwicklung überfällig. Überdies fordert die AK eine Anhebung
der Altersgrenze für BezieherInnen von Selbsterhalterstipendien (das
sind Studierende, die vor Studienbeginn längere Zeit berufstätig
waren) auf zumindest 40 Jahre.
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