- 28.05.2016, 11:55:18
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SP-Niedermühlbichler: Dubiose Verstrickungen der FPÖ mit ausländischen Oligarchen müssen offengelegt werden.
Nach Profil-Enthüllungsstory über Verstrickungen ist Strache in Erklärungsnot.
Utl.: Nach Profil-Enthüllungsstory über Verstrickungen ist Strache
in Erklärungsnot. =
Wien (OTS/SPW) - "Von der FPÖ sind wir eine abgründige
'Besuchsdiplomatie' gewohnt: Schon Jörg Haider flog zu Saddam
Hussein. Martin Graf reiste nach Lateinamerika zu deutschstämmigen
Siedlern. Mit dem tschetschenischen Präsidenten Kadyrow beriet man
sich vor Ort in 'Flüchtlingsfragen'. Strache und Andreas Mölzer
wiederum knüpften ein weitverzweigtes Netzwerk, zu dem der
rechtsextreme ungarische Jobbik, die italienische Lega Nord, der
belgische Vlaams Belang, die Schwedenpartei, die Serbenpartei und die
französische Rechtaußen-Politikerin Le Pen zählen", kritisierte der
Wiener SPÖ-Landesparteisekretär, LAbg. Georg Niedermühlbichler
scharf. Bereits im September 2014 hat Niedermühlbichler hinterfragt,
was hinter den besorgniserregenden Reisen des Wiener FPÖ Funktionärs
Johann Gudenus nach Russland steckt.
Gudenus sprach damals in Moskau vor dem erzkonservativen
"Internationalen Forum Mehrkindfamilien und die Zukunft der
Menschheit" und warnte unter anderem vor einer "Homosexuellenlobby".
Garniert war das ganze dann noch mit Vorwürfen an die Adresse von EU
und NATO im Ukraine-Konflikt. Die Wortwahl von Gudenus war nicht nur
hetzerisch-geschmacklos, das ganze Agieren des FPÖ-Politikers war
verantwortungslos und sabotierte die gemeinsamen Bemühungen der
EU-Staaten.
Mit dem Outing des russischen Milliardärs Konstantin Malofejew, als
FPÖ-Unterstützer, enthüllt das Nachrichtenmagazin Profil am Montag
den nächsten Teil des fragwürdigen FPÖ Netzwerkes. So soll Malofejew
vor zwei Jahren als Gastgeber eines konspirativen Treffens der
europäischen und russischen rechten uns rechtsextremen im Wiener
Palais Liechtenstein fungiert haben. "Damit ist jedenfalls einmal
mehr klar: Straches FPÖ ist heute der emsige Partner von
reaktionären, teils antidemokratischen Kräften und das nicht nur in
Europa", unterstrich Niedermühlbichler.
"Ich fordere Straches FPÖ auf, umgehend Unterstützungen aus dem
Ausland offen zu legen. Wenn die FPÖ noch einen Hauch von Anstand
besitzt, muss sie finanzielle, aber auch Sachzuwendungen, wie die
erwähnte Veranstaltung, sofort transparent machen. Die
Österreicherinnen und Österreicher haben ein Recht darauf, zu
erfahren, unter dem Einfluss welcher Oligarchen die
Möchtegernpartei-des-kleinen-Mannes ihre Entscheidungen trifft",
schließt Niedermühlbichler.
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