- 25.05.2016, 13:49:26
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Pilz: Bericht der Wiener Pflege- und PatientInnenanwaltschaft 2015
Viele Anfragen beweisen hohes Interesse der Bevölkerung
Utl.: Viele Anfragen beweisen hohes Interesse der Bevölkerung =
Wien (OTS/RK) - Die unabhängige Wiener Pflege-, Patientinnen- und
Patientenanwaltschaft (WPPA) zieht Bilanz über ihre Tätigkeit im Jahr
2015. Die Wiener Patientenanwältin Dr.in Sigrid Pilz legte ihren
Bericht im Wiener Landtag am 25.5.2016 vor. Die vielen Anfragen
belegen, dass die WPPA auch im Jahr 2015 von den Wienerinnen und
Wienern als wichtige Ansprechpartnerin im Wiener Gesundheitswesen
betrachtet wurde.
Die WPPA bietet Information und Rechtsberatung für alle Fragen zum
Wiener Gesundheitswesen einschließlich des Pflegebereichs. Einen
besonderen Schwerpunkt stellt die Prüfung von Schadenersatzansprüchen
bei behaupteten Behandlungsfehlern dar. Außerdem ist es möglich, in
der WPPA nach eingehender rechtlicher Beratung kostenlos eine
Patientenverfügung zu errichten. Von diesem Angebot haben 2015 541
Personen Gebrauch gemacht.
Im Berichtsjahr 2015 gab es insgesamt 10.335 Kontakte, davon 2.039
schriftliche Eingaben, 1.363 persönliche Vorsprachen und 6.933
telefonische Anfragen. Von diesen Anliegen wurden 3.179 aktenmäßig
erfasst. Die telefonische Beratung stellte das zahlenmäßig größte
Aufkommen dar. Davon waren wiederum Behandlungsbeschwerden mit 33
Prozent, Anfragen zur Patientenverfügung mit 21 Prozent und 9 Prozent
Fragen zu Kosten die größten Bereiche.
Entschädigungszahlungen in der Höhe von rd. 2,26 Millionen
Euro wurden geleistet
Insgesamt konnten im vergangenen Jahr in 340 Fällen
Entschädigungen von Versicherungen, dem Wiener Krankenanstalten
Verbund, dem Wiener Patientenentschädigungsfonds und dem Wiener
Härtefonds erwirkt werden. In Summe wurden Entschädigungen in der
Höhe von rd. 2,26 Millionen Euro an die Wiener PatientInnen
ausbezahlt.
Schwere Qualitätsmängel beim Ärztefunkdienst
An die WPPA wurde im Berichtsjahr ein besonders tragischer Fall
eines verstorbenen Kindes herangetragen. Die Analyse des Falles ergab
schwere Qualitätsmängel beim Wiener Ärztefunkdienst und zeigte, dass
der Ärztefunkdienst in das allgemeine Notfallversorgungssystem
integriert und zur Etablierung eines qualitätsgesicherten,
standardisierten und international anerkannten Abfragesystems
verpflichtet werden muss.
Die ELGA-Ombudsstelle wurde in der WPPA eingerichtet
Im Jahr 2015 hat die WPPA eine wichtige neue Funktion übernommen.
Zugleich mit dem Start der elektronischen Gesundheitsakte ELGA wurde
die Ombudsstelle zur Information, Beratung, Unterstützung und Wahrung
der Rechte der TeilnehmerInnen der elektronischen Gesundheitsakte und
des Datenschutzes in der WPPA eingerichtet.
Der Tätigkeitsbericht 2015 der WPPA kann auf
www.patientenanwaltschaft.wien.at/ abgerufen werden. (Schluss)
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