Rauchstopp ist ähnlich stressig wie eine Scheidung

Welt-Nichtraucher-Tag: Eine europaweite Umfrage zeigt, wie belastend Raucherentwöhnung tatsächlich ist

Von der Zigarette loszukommen ist vergleichbar schwierig wie ein Heroinentzug, denn Nikotin hat von allen Suchtmitteln das höchste Suchtpotenzial. Außerdem hat man überall Zugang zu Zigaretten und meist wird Rauchen mit positiven Anreizen wie Belohnung oder Entspannung assoziiert.“ 
Univ.-Prof. Dr. Gabriele Fischer, Leiterin der Suchtforschung und -therapie an der Medizinischen Universität Wien

Wien (OTS) - Neue Umfrageergebnisse machen deutlich, wie schwer sich Österreicher damit tun, das Rauchen aufzugeben [1]: Der endgültige Verzicht auf die Zigarette wird als äußerst belastend wahrgenommen. Nur eine Scheidung verursacht noch mehr Stress. Einer von drei befragten Rauchern denkt, dass die Raucherentwöhnung eine der größten Herausforderungen im Leben eines Menschen überhaupt sei. Angesichts der Tatsache, dass Nikotin ein mit Herion vergleichbares Suchtpotenzial hat, ist der hohe Stresslevel nachvollziehbar. Dennoch erachtet nur jeder fünfte Österreicher eine Unterstützung des Arztes als notwendig und gar nur fünf Prozent würden auch tatsächlich einen Arzt konsultieren – obwohl die Willenskraft alleine selten zum rauchfreien Leben führt.

Etwa ein Viertel aller Österreicher raucht [2]. Im internationalen Vergleich liegen wir damit im unteren Drittel. [3] Laut der aktuellen „Be Smoke Free“ Umfrage [1] sind Österreicher (44%) – neben Niederländern (44%) und Belgiern (43%) – am ehesten bereit, mit dem Rauchen aufzuhören. Sie tun sich jedoch schwer, auch tatsächlich vom Glimmstängel zu lassen. Sieben von zehn haben mindestens einmal probiert, sich das Rauchen abzugewöhnen. Bis sie es schaffen, brauchen sie im Schnitt drei Anläufe.

Die Raucherentwöhnung wird als sehr belastendes Lebensereignis wahrgenommen (35%), gleich an zweiter Stelle nach Scheidung (51%). Ähnlich viel Stress wie der Rauchstopp verursacht noch ein Jobwechsel (34%). Einer von drei österreichischen Rauchern (32%) sieht die Raucherentwöhnung sogar als größte persönliche Herausforderung des Lebens. Univ.-Prof. Dr. Gabriele Fischer, Leiterin der Suchtforschung und -therapie an der Medizinischen Universität Wien erklärt, warum es so schwerfällt, mit dem Rauchen aufzuhören: „Von der Zigarette loszukommen ist vergleichbar schwierig wie ein Heroinentzug, denn Nikotin hat von allen Suchtmitteln das höchste Suchtpotenzial. Außerdem hat man überall Zugang zu Zigaretten und meist wird Rauchen mit positiven Anreizen wie Belohnung oder Entspannung assoziiert.“ 

Arzt selten Ansprechpartner

Österreicher gehen laut Befragung am ehesten wegen einer Grippe (33%) oder chronischen Kopfschmerzen (27%) zum Arzt. Obwohl 79 Prozent aller ehemaligen Raucher ihrer Gesundheit zuliebe von der Zigarette gelassen haben, denkt nur jeder fünfte Österreicher, dass Raucherentwöhnung eine medizinische Angelegenheit sei, die Unterstützung eines Arztes erfordert. Den Arzt auch tatsächlich konsultieren würden nur fünf Prozent aller Befragten – was der Wahrscheinlichkeit entspricht, wegen Schuppen zum Arzt zu gehen (4%). Mit dieser Einstellung liegen die Österreicher deutlich unter dem europäischen Schnitt: Zumindest zwölf Prozent der Raucher in der EU würden einen Arzt zu Rate ziehen. 

Der Grund ist nicht mangelndes Vertrauen in die ärztliche Kompetenz, sondern eine Überschätzung der Willenskraft: Sowohl Raucher als auch ehemalige Raucher meinen, dass Selbstdisziplin und der Druck von Familien und Freunden die effektivsten Ressourcen darstellen, um mit dem Rauchen endgültig aufzuhören. Ein Scheitern wird einem Mangel an Willensstärke zugeschrieben. Doch der Wille allein reicht oft nicht. Studien zeigen, dass ohne begleitende Maßnahmen nach einem Jahr fast alle wieder zur Zigarette greifen.   

Erfolgreicher Rauchstopp durch ärztliche Hilfe

Wesentlich besser sind die Aussichten für Raucher, die schrittweise aufhören wollen und dabei ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. „Ärztliche Unterstützung kann die Abstinenzrate deutlich steigern“, weiß Suchtexpertin Fischer. „Es gibt mittlerweile ein sehr gutes Angebot an medizinischen Möglichkeiten zur Unterstützung bei der Raucherentwöhnung.“ Nach wie vor wissen österreichische Raucher aber oft nicht über dieses Angebot Bescheid. Das zeigt, dass noch ein erheblicher Mangel an Wissen in diesem Bereich vorhanden ist. 

Unterstützung für entwöhnungswillige Raucher bietet etwa neben dem Rauchfrei Telefon (einer österreichweiten Initiative der Sozialversicherungsträger, der Bundesländer und des Bundesministeriums für Gesundheit) auch die Smartphone App „Rauchfrei durchstarten“, die von Pfizer in Kooperation mit MedMedia sowie dem Nikotin Institut und der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin entwickelt wurde. Die App kann kostenlos im Apple App Store und Google play Store heruntergeladen werden.  

Linktipps:

Pfizer-Initiative „Value of Medicines – Wie Medikamente die Welt verändern“, Fokus Raucherentwöhnung:

http://www.pfizer.at/gesundheit/raucherentwoehnung/raucherentwoehnung.html

Mehr über den Welt-Nichtraucher-Tag 2016: http://www.who.int/tobacco/en/

Pfizer – Gemeinsam für eine gesündere Welt

Wenn Menschen krank werden, kann sich vieles für sie verändern – ein oft schwieriger Weg beginnt. Bei Pfizer arbeiten rund 97.000 Mitarbeiter weltweit daran, Patienten auf diesem Weg zu unterstützen. Sie erforschen, entwickeln und vertreiben moderne Arzneimittel und Impfstoffe zur Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten wie Krebs, Rheuma oder Schmerz. Das Unternehmen mit Hauptsitz in New York erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 48,9 Milliarden US-Dollar. In Österreich beschäftigt Pfizer derzeit rund 500 Mitarbeiter an zwei Standorten: Dem Vertriebsstandort in Wien und dem Produktionsstandort für Impfstoffe in Orth an der Donau.

Quellen:

[1] Be Smoke Free Survey. 2015. Data on file. Durchgeführt im Juni 2015 von Norstat UK Ltd, im Auftrag von Pfizer. Insgesamt wurden 8.178 Personen aus acht europäischen Ländern befragt, in Österreich haben 1.006 Personen (davon 503 Raucher und 503 Nichtraucher) teilgenommen.

[2] Statistik Austria

[3] Health at a Glance, OECD 2015

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