• 25.05.2016, 09:27:43
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„Glatze oder Spende“: GLOBAL 2000 zieht erfreuliche Zwischenbilanz

Bereits 96 Menschen scherten sich die Haare, mehr als 70.000 Euro für krebskranke Tschernobyl-Kinder.

Utl.: Bereits 96 Menschen scherten sich die Haare, mehr als 70.000
Euro für krebskranke Tschernobyl-Kinder. =

Wien (OTS) - 96 Menschen sind bereits dem Aufruf der österreichischen
Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 und der Werbeagentur TBWA\Wien
gefolgt: „Ich scher mich für die Tschernobyl-Kinder – und Sie?“. Sie
haben sich den Kopf rasiert, um auf die fortdauernden
gesundheitlichen Folgen der Tschernobyl-Katastrophe aufmerksam zu
machen – und um Spenden zu mobilisieren. Hintergrund ist die traurige
Tatsache, dass in Familien von krebskranken Kindern, die aufgrund der
Therapie oft die Haare verlieren, die Familienangehörigen sich
ebenfalls eine Glatze scheren – ein Schritt, der viel Mut fordert,
aber den Kindern die Solidarität der Mitmenschen zeigt.

Als Zwischenstand der Spenden-Aktion kann GLOBAL 2000 bereits mehr
als 70.000 Euro an Spenden und Unterstützung für das
Kinderkrebs-Projekt bilanzieren: „Die Aktion‚Ich scher mich‘ hat eine
doppelte Welle der Solidarität ausgelöst, viele Menschen haben sich
online und telefonisch an uns gewandt, um sich öffentlich eine
Solidaritäts-Glatze zu scheren – oder für das Projekt zu spenden“,
erzählt Dr. Reinhard Uhrig, Kampagnenleiter und Atomsprecher von
GLOBAL 2000. „Besonderer Dank gilt allen Partnerfirmen, die Zeit und
Material für die Produktion der Kampagne größtenteils gratis zur
Verfügung gestellt haben, den vielen UnterstützerInnen und
SpenderInnen sowie den mutigen Menschen, die sich eine Glatze
geschoren haben, um Aufmerksamkeit für das Projekt zu erwecken.“
GLOBAL 2000 bittet um weitere Unterstützung für die Aktion, die noch
bis September laufen wird.

GLOBAL 2000-Hilfsprojekt Tschernobyl-Kinder

GLOBAL 2000 hilft seit 20 Jahren den Opfern der Katastrophe von
Tschernobyl: kranken Kindern und Waisen. „Im Rahmen dieses
Hilfsprojekts unterstützen wir in der Ost-Ukraine – dem ärmsten Teil
des Landes – Krankenhäuser, Kinderheime und Schulinternate mit
Medikamenten, medizinischen Geräten, Hilfsgütern und
Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen“, erklärt Dr. Christoph Otto, Leiter
des Projekts Tschernobyl-Kinder. „Darüber hinaus organisieren wir
alljährlich Erholungsaufenthalte in Österreich für rund 150 Kinder
und ihre BetreuerInnen. Im Verlauf des Projekts haben wir bereits
Direkthilfe im Wert von rund 3,7 Millionen Euro geleistet und
Erholung in Österreich für mehr als 2.200 Kinder ermöglicht.“

Tschernobyl und die Folgen

Immer noch laufen in der EU 129 Atomreaktoren, immer noch sind
Atomunfälle jederzeit möglich. GLOBAL 2000 kämpft daher seit ihrem
Bestehen für den Atomausstieg, den bereits viele Länder unter der
Erkenntnis der Atom-Schocks von Tschernobyl und Fukushima eingeleitet
haben.„Österreich wurde weltweit am zweitstärksten pro Fläche mit
radioaktivem Cäsium-Fallout der Tschernobyl-Katastrophe belastet“,
erklärt Uhrig. „An den Krebsfolgen der Verstrahlung durch die
Tschernobyl-Katastrophe werden weltweit 40.000 Menschen sterben –
allein 1.600 in Österreich.“ Wie die Studie „TORCH, der andere
Bericht über Tschernobyl – 2016“ zu den gesundheitlichen Auswirkungen
der Tschernobyl-Katastrophe gezeigt hat, werden neben zehntausenden
Schilddrüsenkrebsfällen auch Leukämie, Herzkreislauferkrankungen und
Brustkrebs durch den Super-GAU verursacht, in den hoch belasteten
Regionen leben immer noch fünf Millionen Menschen.

Hintergrundinformationen finden Sie unter
www.global2000.at/glatze-oder-spende

Fotos der mutigen UnterstützerInnen unter
www.global2000.at/glatze-oder-spende-unsere-mutigen-unterstützerinnen

Videos zur Kampagne finden Sie unter
www.youtube.com/user/UmweltGlobal2000

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