- 24.05.2016, 11:50:07
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Kugler: Trampolin Mindestsicherung müssen Federn angezogen werden
Ursachenbekämpfung bei Jugendarbeitslosigkeit notwendig – Teures Spezialprogramm für wenige ist Pflaster auf große Wunde – Bildungsreform und Familienförderung angehen
Utl.: Ursachenbekämpfung bei Jugendarbeitslosigkeit notwendig –
Teures Spezialprogramm für wenige ist Pflaster auf große Wunde
– Bildungsreform und Familienförderung angehen =
Wien (OTS) - Es sei ein wesentliches Versäumnis im rot-grünen
Regierungsübereinkommen, dass es dort keinen Hinweis darauf gebe, ein
selbstbestimmtes Leben ermöglichen zu wollen, kritisierte heute die
ÖVP-Gemeinderätin Gudrun Kugler in der Aktuellen Stunde im
Gemeinderat. Das von der Stadtregierung propagierte
Jugendbeschäftigungs-Programm „Back to the Future“ sei dazu ebenfalls
nur eine kosmetische Lösung, „ein Pflaster auf eine große Wunde, die
gereinigt gehört“, so Kugler. Dazu müsse man jedoch innovativer sein
und auch die Ursachen bekämpfen. Schließlich laufe die
Mindestsicherung Gefahr, als Trampolin zu versagen und durchzuhängen.
„Wenn ein Trampolin durchhängt, muss man die Federn anziehen“, so
Kugler. Dieses „Federn anziehen“ werde von der ÖVP im Rahmen
zahlreicher Anträge laufend angesprochen und gefordert.
Grundsätzlich sehe sie zwei Ursachen, warum das System versage:
Einerseits sei es die fehlende Bildungsreform für mehr individuelle
Förderung und andererseits die zu geringe Familienförderung in Wien.
„Wir müssen die Familien vom Druck von außen befreien, damit sie
innen funktionieren können“, so Kugler. Schließlich werde in der
Familie vorgelebt, wie ein selbstbestimmtes Leben funktionieren
könne. In der Familie gelingt Charakter- und Persönlichkeitsbildung
und werden Grundkompetenzen vermittelt. Das von der Stadtregierung
propagierte Programm "Back to the Future" komme jedoch Jahre zu spät,
sei ein Spezialprogramm für wenige, das viel koste und auch nicht
präzise genug dargelegt wurde, so Kugler abschließend.
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