Kugler: Trampolin Mindestsicherung müssen Federn angezogen werden

Ursachenbekämpfung bei Jugendarbeitslosigkeit notwendig – Teures Spezialprogramm für wenige ist Pflaster auf große Wunde – Bildungsreform und Familienförderung angehen

Wien (OTS) - Es sei ein wesentliches Versäumnis im rot-grünen Regierungsübereinkommen, dass es dort keinen Hinweis darauf gebe, ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen zu wollen, kritisierte heute die ÖVP-Gemeinderätin Gudrun Kugler in der Aktuellen Stunde im Gemeinderat. Das von der Stadtregierung propagierte Jugendbeschäftigungs-Programm „Back to the Future“ sei dazu ebenfalls nur eine kosmetische Lösung, „ein Pflaster auf eine große Wunde, die gereinigt gehört“, so Kugler. Dazu müsse man jedoch innovativer sein und auch die Ursachen bekämpfen. Schließlich laufe die Mindestsicherung Gefahr, als Trampolin zu versagen und durchzuhängen. „Wenn ein Trampolin durchhängt, muss man die Federn anziehen“, so Kugler. Dieses „Federn anziehen“ werde von der ÖVP im Rahmen zahlreicher Anträge laufend angesprochen und gefordert.

Grundsätzlich sehe sie zwei Ursachen, warum das System versage:
Einerseits sei es die fehlende Bildungsreform für mehr individuelle Förderung und andererseits die zu geringe Familienförderung in Wien. „Wir müssen die Familien vom Druck von außen befreien, damit sie innen funktionieren können“, so Kugler. Schließlich werde in der Familie vorgelebt, wie ein selbstbestimmtes Leben funktionieren könne. In der Familie gelingt Charakter- und Persönlichkeitsbildung und werden Grundkompetenzen vermittelt. Das von der Stadtregierung propagierte Programm "Back to the Future" komme jedoch Jahre zu spät, sei ein Spezialprogramm für wenige, das viel koste und auch nicht präzise genug dargelegt wurde, so Kugler abschließend.

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