• 24.05.2016, 09:28:31
  • /
  • OTS0025 OTW0025

AK Test: Plastikgeld im Urlaub bequem, aber nicht ohne Tücken! 1

Wien (OTS) - Wer im Urlaub eine Plastikkarte zückt, muss mitunter mit
Spesen rechnen. Zahlen ist mit Plastikgeld in Euro-Urlaubsländern
spesenfrei, abheben nicht immer. In Nicht-Euro-Ländern fallen immer
Spesen an. Für bestimmte Länder außerhalb Europas/USA muss man die
Bankomatkarte fürs Geldabheben sogar freischalten lassen
(GeoControl). Das zeigt ein aktueller AK-Plastikkarten-Test bei
American Express, Card Complete, Diners Club und PayLife.

Wer mit der Bankomatkarte in einem EU-Urlaubsort abhebt oder
zahlt, hat gewöhnlich keine Spesen. „Achtung, in Deutschland können
Spesen beim Abheben anfallen“, weiß AK Konsumentenschützerin Michaela
Kollmann. Und zwar dann, wenn die Automaten von sogenannten
Abwicklungsgesellschaften betrieben werden. „Achten Sie darauf, die
Information über die Spesen steht am Display des Bankomaten. Brechen
Sie die Transaktion ab, wenn Sie das nicht wollen.“ Die Spesen
widersprechen einer EU-Verordnung, wonach grenzüberschreitende
Zahlungen nicht mehr kosten dürfen als im Inland. „Reden Sie mit
Ihrer Hausbank, falls Ihnen Spesen verrechnet wurden“, rät Kollmann.

Wer im Nicht-Euro-Raum am Bankomat abhebt, hat Spesen von 0,75
Prozent plus 1,82 bis 1,90 Euro. ING DiBa verlangt generell zwei
Euro. Beim Bezahlen machen die Spesen 0,75 Prozent plus 1,09 bis 1,15
Euro aus. ING DiBa verlangt durchwegs ein Euro. Ein Beispiel: Wer 100
Euro in einer Fremdwährung abhebt, muss mit zwei bis 2,65 Euro an
Spesen rechnen, beim Zahlen mit ein bis 1,90 Euro. Positiv: Es gibt
bei einigen Banken Ausnahmen – sie verlangen keine Spesen beim
Abheben oder Bezahlen in Nicht-Euro-Ländern, etwa in Schweden.

Seit Ende 2014 haben die Banken GeoControl als zusätzliche
Sicherheitsfunktion installiert. „Sie müssen dafür extra ihre
Maestro-Bankomatkarte freischalten, also GeoControl deaktivieren
lassen. Die Banken veröffentlichen auf ihren Homepages Listen, in
wel-chen Ländern die Bankomatkarte uneingeschränkt verwendet werden
kann. Ist Ihr Urlaubsort nicht dabei, lassen Sie die Karte dafür von
der Bank freischalten“, rät Kollmann.

Zahlen mit der Kreditkarte ist in Euro-Urlaubsländern spesenfrei,
abheben nicht. Wer mit der Kreditkarte abhebt, auch in Österreich,
muss mit drei bis 3,3 Prozent vom abgehobenen Betrag rechnen,
mindestens aber mit 2,50 bis vier Euro.

Wer in Nicht-Euro-Ländern seinen Urlaub verbringt, zahlt beim
Einkaufen mit der Kreditkarte Spesen von 1,5 bis 2 Prozent, beim
Abheben kommt zu den drei bis 3,3 Prozent oder den Mindestspesen noch
eine Manipulationsgebühr von bis zu zwei Prozent dazu. Ein Beispiel:
Wer 100 Euro in einer Fremdwährung abhebt, muss mit fünf bis 5,50
Euro an Spesen rechnen, beim Bezahlen mit 1,50 bis zwei Euro.

Kreditkartenunternehmen bieten ein breites Angebot mit und ohne
Versicherungsschutz an. Kreditkarten ohne Versicherung gibt’s ab
einer Jahresgebühr von 19,20 Euro.

Die jährliche Kartengebühr für Bankomatkarten ist oft im
Kontopaket enthalten.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel