• 20.05.2016, 10:44:31
  • /
  • OTS0060 OTW0060

Startschuss für neues VIER PFOTEN Bärenschutzzentrum in der Ukraine

Neues Zuhause für bis zu 20 leidgeprüfte Bären nahe Lwiw (Lemberg)

Bärin Masha in der bereits bestehenden ukrainischen
BÄRENSTATION Nadiya, geführt von VIER PFOTEN.

Utl.: Neues Zuhause für bis zu 20 leidgeprüfte Bären nahe Lwiw
(Lemberg) =

Wien (OTS) - Mit der offiziellen Grundsteinlegung wurde es gestern
besiegelt: In der Westukraine entsteht ein neues, modernes VIER
PFOTEN Bärenschutzzentrum, das den hohen Tierschutz- und
Sicherheitsstandards der Tierschutzorganisation entsprechen wird.

An der Grundsteinlegung nahmen Heli Dungler, Gründer und Präsident
von VIER PFOTEN, Ostap Semerak, ukrainischer Minister für Ökologie
und Naturressourcen, Oleh Syniutka, Präsident der Regionalverwaltung
Lwiw und weitere Vertreter der ukrainischen Behörden teil. Das neue
Bärenschutzzentrum nahe Lwiw ist für VIER PFOTEN ein wichtiger
Schritt, um die Haltungsbedingungen von Bären in der Ukraine zu
verbessern.

„Mit diesem Schutzzentrum bietet VIER PFOTEN ein artgemäßes Leben und
somit eine nachhaltige Lösung für misshandelte ukrainische Bären“,
erklärt Dungler. Auf Initiative der internationalen
Tierschutzorganisation wurde bereits 2015 ein neues Tierschutzgesetz
im Land verabschiedet. Bären und Wölfe dürfen seither nicht mehr für
Hundekämpfe eingesetzt werden, Bärenkampf-Events wurden ebenso wie
das Betreiben von Kampfbärenstationen verboten. „VIER PFOTEN wird
aber selbstverständlich auch in Zukunft die ukrainische Regierung im
Kampf gegen die illegale Privathaltung von Bären unterstützen“, so
Dungler.

Die erste Bauphase des Bärenschutzzentrums hat bereits begonnen und
wird bis Mitte des Jahres 2017 abgeschlossen sein. Teil dieser ersten
Bauphase sind ein Besucherzentrum, ein Gebäude für die Technik, sowie
ein Außengehege von 7,7 Hektar, das bis zu acht Bären beherbergen
kann.

VIER PFOTEN finanziert den gesamten Bau des Schutzzentrums. Der
Abschluss der zweiten Bauphase ist für 2018 geplant, das gesamte
Gelände wird am Ende 20 Hektar umfassen. Bis zu 20 Bären können dann
ein artgemäßes Leben in dem naturnahen Umfeld führen. Außerdem wird
es ein Bildungszentrum geben, in dem die Besucher Interessantes über
artgemäße Bärenhaltung erfahren können. So soll das Zentrum
Besuchern, die mehr über Bären und andere Wildtiere erfahren wollen,
einen wertvollen Anreiz bieten.

VIER PFOTEN ist in der Ukraine bereits seit 2012 aktiv. Obwohl deren
Einsatz gesetzlich verboten ist, gibt es noch immer etwa 20
Kampfbären. Die Bären werden zu Trainingszwecken von Jagdhunden
attackiert. Oft bekommen sie nur unzureichend Futter und Wasser,
manchmal werden ihnen die Krallen gezogen, damit sie keine so große
Gefahr für die Hunde darstellen. Da ihre Krallen durchblutet sind,
verursacht diese Prozedur ohne Betäubung den Tieren starke Schmerzen,
vergleichbar mit dem Abschneiden der menschlichen Fingerspitzen
Menschen.

Insgesamt über 100 Bären im Land werden zur Unterhaltung von
Touristen missbraucht. Sie fristen ihr Dasein in winzigen Käfigen in
der Nähe von Restaurants, Hotels oder Tankstellen.

VIER PFOTEN hat bereits mehrere Bären in der Ukraine gerettet. Fünf
von der internationalen Tierschutzorganisation geretteten Tiere haben
ein neues Zuhause in der BÄRENSTATION Nadiya in Zhytomyr,
Westukraine, gefunden, doch die Kapazität der Station ist damit
ausgeschöpft. VIER PFOTEN hat außerdem mehrere Streunerhilfe-Projekte
in der Ukraine umgesetzt.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel