- 20.05.2016, 10:37:53
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Walser zur Mathematik-Matura: Schwankender Schwierigkeitsgrad führt Zentralmatura ad absurdum
Grüne verlangen Einrichtung eines Forschungsprojekts zur Formulierung von Fragestellungen
Utl.: Grüne verlangen Einrichtung eines Forschungsprojekts zur
Formulierung von Fragestellungen =
Wien (OTS) - „Die vermutlich erschreckenden Ergebnisse bei der
schriftlichen Mathematik-Matura müssen zu schnellen Konsequenzen
führen“, reagiert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, auf
viele Meldungen von SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften: „Die
Notenkonferenzen finden zwar erst in der kommenden Woche statt. Es
ist aber laut diesen Berichten schon jetzt klar, dass die Resultate
wenigstens teilweise sehr schlecht ausfallen."
Kein Verständnis hat Walser für die Beschwichtigungsversuche von
Jürgen Horschinegg: „Als Direktor des Bifie Änderungen erst für das
Jahr 2018 für möglich zu halten, ist nicht zu akzeptieren. Wenn
Probleme offenkundig werden, muss umgehend gehandelt werden.“ So
verweist Walser darauf, dass Lehrkräfte betonen, es sei völlig
unverständlich, dass der Schwierigkeitsgrad bei dieser Matura im
Vergleich zum letzten Jahr höher und die Fragestellungen völlig
anders waren: „Das führt die Idee der Zentralmatura ad absurdum und
ist umgehend zu korrigieren.“
Laut Rückmeldungen war für die SchülerInnen heuer besonders die
Formulierung der Aufgabenstellungen eine Hürde. „Dass ausgerechnet
die Lesekompetenz für die Mathematik-Matura so ausschlaggebend sein
würde, damit haben die KandidatInnen nicht gerechnet. Im vergangenen
Jahr setzte das BIFIE im Teil A stärker auf Multiple-Choice-Aufgaben.
Auch das wurde kritisiert, diesmal ist das Pendel ins andere Extrem
umgeschlagen", sagt Walser.
Der Grüne Bildungssprecher verweist auf Informationen, wonach in der
Bundesreifeprüfungskommission die Problematik der Formulierung von
Aufgabenstellungen bereits angesprochen worden sei: Die Einrichtung
eines Forschungsprojekts, das dazu dienen hätte sollen,
Aufgabenstellungen für alle verständlicher zu formulieren, wurde aber
abgelehnt. "Das ist nicht nachvollziehbar. Das Bildungsministerium
muss dringend dafür sorgen, dass die Zentralmatura endlich in einem
absehbaren Format und jährlich vergleichbarem Schwierigkeitsgrad
bereitgestellt wird, Es ist eine der wichtigsten Prüfungen im Leben
junger Menschen. Sie haben ein Recht, sich gezielt darauf vorbereiten
zu können.“
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