Richtiges Verhalten bei Unfällen mit Tieren

Autounfälle mit Wild- oder Haustieren sind derzeit leider keine Seltenheit

Wien (OTS) - Schnell ist es passiert. Bei einer Ortsdurchfahrt oder beim Befahren einer Landstraße quert ein Tier plötzlich die Straße. Es kommt zum Zusammenprall. Jedes Jahr werden tausende Wild- und Haustiere im Straßenverkehr getötet. Viele von ihnen könnten bei rechtzeitiger Hilfe gerettet werden. Der Österreichische Tierschutzverein gibt wertvolle Tipps, wie Verkehrsunfällen mit Tieren vorgebeugt werden kann und wie man sich nach einem Zusammenprall richtig zu verhalten hat.

Tiere nehmen in ihrem Instinkt den Straßenverkehr nicht als Gefahrenquelle wahr. Sie müssen die Bedrohung der Straße am eigenen Leib erfahren – oftmals mit tödlichem Ausgang. Gerade zu dieser Zeit sind besonders Wildtiere, wie Füchse, Rehe oder Dachse Opfer von Verkehrsunfällen. Die Assisi-Hof Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins wird aber auch immer öfter zu Zusammenstößen mit Haustieren wie Katzen und Hunden gerufen.

So vermeiden Sie Unfälle

Die meisten Autofahrer kommen bei Tierunfällen mit dem Schrecken davon. Für die Tiere hingegen bedeuten solche Unfälle zumeist furchtbare Qualen. Mit einfachen Tipps könnten viele Kollisionen vermieden werden. Insbesondere bei Warntafeln und Wohngebieten sollte die Geschwindigkeit rechtzeitig reduziert werden. Größte Vorsicht ist morgens, abends und nachts geboten. Erblickt man ein Tier in Straßennähe, Tempo drosseln und den Scheinwerfer auf Abblendlicht reduzieren. Befindet sich das Tier bereits auf der Straße, sollte die Hupe betätigt und nur dann eine Vollbremsung eingeleitet werden, wenn der Nachfolgeverkehr dadurch nicht gefährdet wird. Laut Rechtsprechung muss bei einem Auffahrunfall ein Teil des Schadens selbst übernommen werden, wenn eine Vollbremsung für nachkommende Autolenker gefährlicher ist, als der Zusammenprall mit dem Tier – etwa bei Kleintieren wie Eichhörnchen oder Vögeln.

Eine moralische Verpflichtung

Der Österreichische Tierschutzverein appelliert an alle Autofahrer, angefahrene Tiere nicht zu ignorieren, sondern an einem sicheren Platz anzuhalten und nach dem Tier zu sehen. „Ein verletztes Tier kann vielleicht noch gerettet werden, oder zumindest von seinen Schmerzen erlöst werden“, erklärt Mag. Jasmine Rieder, Pressesprecherin des Österreichischen Tierschutzvereins. Dabei ist große Vorsicht geboten: Verletzte Tiere können aus Angst und Schmerzen aggressiv reagieren. Nähern Sie sich dadurch nur langsam und vorsichtig. Benachrichtigen Sie umgehend Polizei, Tierarzt oder einen Tierrettungsdienst, damit dem verletzten Tier möglichst schnell geholfen und der Tierbesitzer ausfindig gemacht werden kann. Bleiben Sie am Unfallort, bis die Rettungskräfte eingetroffen sind.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Tierschutzverein
Mag. Jasmine Rieder
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
0662/843255-20
rieder@tierschutzverein.at
www.tierschutzverein.at

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