GRAS ad Kern: Hammerschmid ungeeignet für soziale Bildungspolitik

Zukunftsfähige Bildungspolitik braucht Voraussicht und keine Orientierung an der Wirtschaft

Wien (OTS) - "Eine neue Ministerin einzusetzen, ohne die nötige Erfahrung für den Posten und die falschen Ansätze für eine nachhaltige Bildungspolitik ist eine Entscheidung, die wir nicht nachvollziehen können", kommentiert Marie Fleischhacker der Grünen & Alternativen Student_innen (GRAS) die vom Bundeskanzler in spe Christian Kern angekündigte Neubesetzung des Bildungsministeriums mit der derzeitigen Vorsitzenden der Universitätenkonferenz (uniko) Sonja Hammerschmid: "Wer gegen den freien Zugang zu Hochschulbildung ist, wenig Erfahrung im Bereich der Pädagog_innenbildung hat und nur die Anliegen des Wirtschaftsministers Mitterlehner spiegelt, ist für uns eine falsche Besetzung für diesen Posten."

Konkret kritisiert die GRAS-Aktivistin Fleischhacker hierbei Hammerschmids Aussagen gegen den offenen Hochschulzugang für alle, der mit einer gebührenden Finanzierung alles andere als "naiv" und "unrealistisch" ist. Dies ist jedoch nur schlüssig für eine Ministerin Hammerschmid, die in ihrer politischen Arbeit weniger auf SPÖ-Linie zu sein scheint als auf der bildungsökonomischen Richtung der ÖVP. "Wie Hammerschmid auf diesen Grundlagen eine zukunftsfähige Bildungspolitik gestalten möchte, gerade in Anbetracht der Pädagog_innenbildung Neu, entzieht sich unserer Vorstellungskraft", äußert Fleischhacker Bedenken.

Anstatt einer wirtschaftlich ausgerichteten Bildungspolitik bräuchte es ein ganzheitliches Bildungssystem, in dem jeder Person die gleichen Chancen und Möglichkeiten zukommen. Dies bedeutet einen fairen und freien Zugang zu jeglichen Bildungsinstitutionen, bei denen nicht schon im Alter von 10 Jahren eine Differenzierung stattfindet. "Es bleibt zu hoffen, dass Hammerschmid trotz ihrer bisherigen Arbeit genau an diesen Hebeln ansetzt, um eine zukunftsfähige, progressive Bildungspolitik auf Schiene zu bekommen", schließt Marie Fleischhacker.

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