NÖ LAbg. Walter Naderer verlangt ein berufsorientiertes Praktikum für jugendliche Flüchtlinge

Zuerst Praktikum danach eventuell Lehrstelle!

St. Pölten (OTS) - Die Forderungen des Flüchtlingskoordinator Christian Konrad nach einer Lehrstellenoffensive sieht der parteilose Landespolitiker als- zu spezifisch!

„Wieder wird ein Pferd von hinten aufgezäumt! Jugendliche Flüchtlinge brauchen eher eine Berufsorientierung als eine Lehrstelle. Vor allem Burschen aus Syrien, Irak und Afghanistan haben bisher in sehr klassisch handwerklichen Berufen gearbeitet“, stellte der NÖ LAbg. Walter Naderer als Reaktion auf die veröffentlichte Idee des Flüchtlingskoordinators Christian Konrad fest.

„Viele der mir persönlich bekannten UMF arbeiteten in Textil- und Schuhfabriken, auf Plantagen, als Wasserlieferanten, die Kanister befüllen, in Bäckereien oder einfachen Werkstätten. Daraus lassen sich nur entsprechend vereinfachte Berufsbilder ableiten. Das Berufsspektrum in Österreich ist viel bunter. Dieses Spektrum muss aber vor einer Berufsentscheidung erschlossen werden, damit nicht während einer Ausbildung Enttäuschungen und Demotivation eintreten“, erklärt Naderer, der schon im Dezember 2015 ein Konzept für eine alternative Lösung zur Heranführung in die Arbeitswelt entworfen und auch vorgelegt hatte.

LÖSUNGSANSATZ: Wir sollten die gesetzlichen Möglichkeiten für ein "BERUFSORIENTIERTES PRAKTIKUM" schaffen. In max. 12 Wochen der aktiven Mitarbeit in unterschiedlichsten Branchen und Betrieben bekommt der junge Mann, Mädchen gibt es sehr wenige, einen Eindruck, ob er diesen Beruf erlernen möchte. Auch der ausbildende Betrieb kann sich danach schon ein genaueres Bild darüber machen, ob der Praktikant geeignet ist oder eben nicht. Ein sehr wesentlicher Aspekt ist auch die atmosphärische Lage mit den Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben. Hier gibt es oft mehr Bedenken als bei den Firmeninhabern und Ausbildnern. Das Thema Sozialversicherung wäre über eine Fortführung des Status der Unterbringungssituation zu lösen + eine Unfallversicherung deren Bezahlung ausverhandelt werden muss. Eine allfällige Entlohnung der Arbeitsleistung im Praktikum sollte über eine Art Taschengeld in der Höhe von 70% einer Lehrlingsentschädigung nicht hinausgehen.

LAbg. Naderer appelliert an alle Verantwortlichen im Bereich der Flüchtlingsbetreuung: „Egal wie wir vorgehen, der Anspruch muss lauten: Wir müssen dieser Zeit, die junge Menschen als Flüchtlinge in der Obhut des Staates verbringen, eine bessere Qualität geben, damit sie sich Fähigkeiten aneignen können, um Ihre persönlich Situation eigenverantwortlich zu meistern. Es ist dabei völlig unerheblich, ob es eine Chance auf Asyl gibt oder nicht. Auch im Falle der Rückkehr in das Herkunftsland sind diese Fähigkeiten wertvoll und als eine Art Hilfe zum Wiederaufbau zu verstehen!“

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LAbg. Walter Naderer
walter.naderer@buergerlandtag.at
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