- 11.05.2016, 12:48:20
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NÖ Landeskliniken tragen stark zur regionalen Wertschöpfung bei
LR Wilfing: „Werden auch in Zukunft ganz klar auf Regionalität setzen“
Utl.: LR Wilfing: „Werden auch in Zukunft ganz klar auf Regionalität
setzen“ =
St. Pölten (OTS/NLK) - Im Rahmen einer Pressekonferenz im
Universitätsklinikum St. Pölten informierten Landesrat Mag. Karl
Wilfing und Dipl. KH-BW Helmut Krenn, Kaufmännischer Direktor der NÖ
Landeskliniken-Holding, zum Thema „Regionalität und Bio-Produkte in
den NÖ Landes- und Universitätskliniken“. Landesrat Wilfing sprach
von einer Erfolgsstory. Die niederösterreichischen Spitäler seien
„nicht nur hervorragende Gesundheitsversorger, sondern tragen auch
sehr stark zur regionalen Wertschöpfung bei“.
Die NÖ Landeskliniken-Holding sei der größte Gesundheitsanbieter
Österreich, sagte Wilfing und belegte dies mit folgenden Zahlen: rund
20.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, rund 170.000 operative
Leistungen im Jahr, 358.000 stationäre Aufenthalte im Jahr 2015 und
rund 32.000 tagesklinische Aufenthalte im Jahr 2015. Durch die
Übernahme aller Landeskliniken unter ein gemeinsames Dach sei neben
der strategischen Planung der Gesundheitsversorgung nun auch ein
gemeinsamer Einkauf für alle Standorte möglich. Dabei konnten in den
vergangenen Jahren, gerade was medizinische Geräte und
Synergie-Effekte durch beispielsweise größere Mengen betreffe, rund
500 Millionen Euro eingespart werden, die wieder in den Betrieb der
Spitäler reinvestiert worden seien, so der Landesrat.
Ein wesentlicher Faktor der niederösterreichischen Politik sei ganz
klar die Regionalität, so Wilfing, der betonte, dass diese trotz des
zentralen Einkaufs weiterhin im Mittelpunkt stehe. „Insgesamt wurden
im Vorjahr 18,3 Millionen Euro für Lebensmittel ausgegeben“, so
Wilfing. Davon seien 76,6 Prozent lokal beschafft und direkt von
regionalen Zulieferern an die Kliniken geliefert worden, 23,4 Prozent
hingegen seien zentral beschafft worden. Diese beiden Werte seien in
den vergangenen Jahren stabil geblieben. „Beim Einkauf der
Lebensmittel verbleibt der Löwenanteil der Wertschöpfung in
Niederösterreich: 13,4 Millionen Euro, das sind 73,1 Prozent bleiben
in Niederösterreich“, so Wilfing. Im Vergleich dazu: 2,5 Millionen
Euro (13,8 Prozent) gehen nach Wien, 2,3 Millionen Euro (13 Prozent)
in die restlichen Bundesländer und 12.132 Euro (0,1 Prozent) ins
Ausland.
2015 seien in den niederösterreichischen Spitälern 2,5 Millionen
Semmeln, 51 Tonnen Reis, 954.602 Liter Milch, 164 Tonnen Rindfleisch,
578.782 Eier und 590 Tonnen frisches Gemüse verbraucht worden.
Erfreulich dabei sei, „dass wir den Anteil an Bio-Lebensmitteln
kontinuierlich steigern konnten“, so Wilfing. So waren es im Jahr
2004 noch rund 15 Prozent, im Jahr 2015 bereits 30,2 Prozent. „Das
ist eine Steigerung von über 100 Prozent und zeigt, dass der
regionale Ankauf sehr hoch ist“, so der Landesrat, der betonte, dass
man eine „Stütze der regionalen Wirtschaft“ sein wolle.
Die größte Küche der niederösterreichischen Spitäler sei die des
Universitätsklinikums St. Pölten mit 2.000 Quadratmeter Nutzfläche,
90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Täglich würden hier 6.000
Portionen ausgegeben werden. Der Jahresverbrauch liege bei 70 Tonnen
Rindfleisch, 27 Tonnen Erdäpfel, 53 Tonnen Gemüse, 130.000 Litern
Milch und 151.000 Eiern. „Insgesamt arbeiten in den Spitalsküchen
rund 720 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die jährlich mehr als 7,5
Millionen Portionen Essen zubereiten“, erklärte Wilfing, dass davon
rund 1,4 Millionen Portionen an Kindergärten, Pflegeheime, Schulen
und Sozialorganisationen (Essen auf Rädern) geliefert werden.
Der Faktor „Speisen“ sei in einem Krankenhaus ganz wichtig, so
Wilfing. Dieser gehöre zum Wohlfühlen und damit zu einem positiv
verlaufenden Genesungsprozess. Die letzte Patientenbefragung zeige,
dass die Zufriedenheit mit den Speisen in den NÖ Landeskliniken sehr
hoch sei: 85,62 von 100 möglichen Punkten. Das sei darauf
zurückzuführen, „dass die Küchenteams hervorragende Arbeit leisten
und mit großer Freude arbeiten“, so Wilfing. „Fast alle unsere
Spitalsküchen sind ‚Vitalküche+‘ zertifiziert“, so der Landesrat.
Einzig und allein Mödling sei noch nicht zertifiziert, weil sich die
Küche aufgrund des Umbaus noch im Provisorium befinde und daher noch
nicht alle Kriterien erfülle.
Über 13 Millionen Euro bleiben durch den regionalen
Lebensmitteleinkauf direkt bei den Bauern und regionalen Zulieferern,
so Wilfing, der betonte: „Wir werden auch in Zukunft ganz klar auf
Regionalität setzen.“
In den NÖ Landeskliniken werde in erster Linie biologisch-regional,
weiters regional und dann niederösterreichweit eingekauft, so der
Kaufmännische Direktor der NÖ Landeskliniken-Holding Krenn. Alles,
was Frischware wie Fisch, Geflügel, Gemüse, etc. betreffe, werde
weitestgehend regional besorgt. Trockenware und beispielsweise
Mineralwasser würden zentral ausgeschrieben werden. „Danke an die
Politik, die uns bei unserem Tun unterstützt“, so Krenn.
Nähere Informationen: Büro LR Wilfing, Florian Liehr, Telefon
02742/9005-12324, e-mail [email protected], NÖ
Landeskliniken-Holding, Mag. (FH) Cornelia Bunkrad, Telefon
02742/9009-11610, e-mail [email protected].
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