- 10.05.2016, 12:06:28
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Bei den 65. Wiener Festwochen tanzen die Puppen
Moderne Blas- und Volksmusik stehen im Mittelpunkt des Eröffnungsabends der Festwochen am Freitag, dem 13. Mai
Utl.: Moderne Blas- und Volksmusik stehen im Mittelpunkt des
Eröffnungsabends der Festwochen am Freitag, dem 13. Mai =
Wien (OTS/RK) - Der arrogante Blick der lebensgroßen Puppe „Gisela
Hering“, in deren Plastikhand Puppenspieler Nikolaus Habjan steckte,
ließ schon vorlaute Beiträge erwarten. Prompt bestürmte „Gisela“
Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny und wollte wissen, ob
sie nun auch Sport machen müsse, weil er doch nicht nur für Kultur
und Wissenschaft, sondern auch für Sport zuständig sei. „Die Wiener
Festwochen waren doch schon immer ein sechswöchiger Marathon der
Kultur, Künstlerinnen und Künstler brauchen Kondition“, bestätigte
Mailath-Pokorny heute Dienstag, bei der Präsentation des
Eröffnungsprogramms für die Wiener Festwochen 2016 am Rathausplatz.
Ein buntes Programm, das Wolfgang Wais, Geschäftsführer der Wiener
Festwochen, im Detail vorstellte.
Habjan hat „Gisela Hering“ und weitere Klappmaulpuppen selbst in
seinem Atelier produziert. Der junge Mann ist auch Kunstpfeifer, was
er beim Pressetermin zur Eröffnung vorführte, begleitet von
Akkordeonist Krzystof Dobrek. Damit weihten sie auch gleich die neu
errichtete Bühne auf dem Wiener Rathausplatz ein. Dort findet am
Freitag, dem 13. Mai, ab 21.20 Uhr die Eröffnungsgala unter dem Motto
„Blech.Blas.Musik.Tanz“ statt. Die TV-Sender ORF 2 und 3sat werden
das vielfältige Programm live übertragen. Martin Traxl, Leiter
ORF-TV-Kultur launig zu „Gisela“, die sich bei grellem Licht um ihre
Figur sorgte: „Im Rampenlicht gibt‘s immer auch jemanden, der die
Lampen richt‘. Die tausenden Besucherinnen und Besucher beim
Eröffnungsabend werden sie und die anderen Mitwirkenden in bester
Beleuchtung sehen.“
Von Jodeln bis Jazz
„Bei diesem großen Musikfest steht traditionsgemäß das
Miteinander, die Vielfalt, das Verbindende im Mittelpunkt. Das
Spannendste an der diesjährigen Eröffnung sind die
genreübergreifenden Musikstile, die zu hören sein werden“, sagte
Mailath-Pokorny. Beim Eröffnungsabend mit dabei sind neben Puppe
Gisela fünf Bands: Alma, die zwischen Volks- und Filmmusik
einzuordnen sind, die Blasmusiker von Federspiel, die jodeln und
instrumental spielen. Mehr ins Jazzige gehen die weiteren
TeilnehmerInnen Großmütterchen Hatz Salon Orkestar, Gypsy-Sound
steuert das Boban Markovic Orkestar bei; ebenfalls beteiligt:
Landstreich mit alten Bekannten wie Sänger und Musiker Christof Spörk
und Akkordeonist Krzystof Dobrek.
Simon Zöchbauer von Federspiel erklärte bei der Präsentation das
Jodeln in der Theorie: „Die Registerbrüche zwischen Kopf- und
Bruststimme werden nicht wie beim klassischen Singen verdeckt,
sondern gerade betont.“ Sein Federspiel-Kollege Matthias Werner
schrieb eigens für die Festwochen-Eröffnung eine Fanfare.
Ganz ohne Chor geht’s bei der Eröffnung aber doch nicht. Vertreten
sind diesmal Superar, ein von Sängerknaben, Konzerthaus und Caritas
gegründeter Chor, der mittlerweile international auftritt.
Festwochen-Zentrum im Künstlerhaus
Vom 13. Mai bis 19. Juni werden die 65. Wiener Festwochen
abgehalten, mit innovativer Theaterkunst, neuinszenierten
Bühnenklassikern sowie unterschiedlichen Musikrichtungen aus aller
Welt. Insgesamt stehen 36 Produktionen aus 25 Ländern auf dem
Programm. Der Vorverkauf ist bereits in vollem Gange, einzelne Stücke
sind schon ausverkauft.
Das Wiener Künstlerhaus (1., Akademiestraße 13) ist ab 14. Mai
wieder Festwochen-Zentrum und damit bis 19. Juni Treffpunkt für alle
KünstlerInnen und für das Publikum. Außerdem werden an jedem
Festwochen-Samstag Salongespräche mit den KünstlerInnen rund um die
jeweils aktuellen Produktionen geboten, ebenso Workshops für
SchülerInnen und Studierende.
Eintritt frei zur Eröffnung
Der Eintritt zum Eröffnungsabend auf dem Rathausplatz ist auch
heuer frei. Und diesmal muss niemand Parkplatz suchen, denn die
BesucherInnen der Festwochen haben am 13. Mai von 17 Uhr bis
Betriebsschluss der Wiener Linien freie Fahrt - ausgenommen sind nur
die Nightline-Öffis.
Mehr Informationen: www.festwochen.at
(Schluss) heb
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