• 10.05.2016, 12:00:50
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Nationalpark Hohe Tauern hebt Wissenschaft & Forschung auf internationales Niveau

Foto (NPHT) v.l.n.r.: LHSTv. Mag. Ingrid Felipe (Tirol),
Ratsvorsitzender LR Mag. Christian Ragger (Kärnten), LHSTv. Dr.
Astrid Rössler (Salzburg) und Bundesvertreter Dipl.-Ing. Günter
Liebel

Kärnten/Salzburg/Tirol (TP/OTS) - Im Rahmen der 20. Sitzung des
Nationalparkrates Hohe Tauern am 9. Mai 2016 in der
Nationalparkgemeinde Winklern stellte der Nationalpark Hohe Tauern
länderübergreifend zukunftsrichtende Weichen im Bereich Forschung &
Wissenschaft. Nach intensiver Vorbereitung in den Jahren 2014 und
2015 beginnt nun die Einrichtung eines disziplinenübergreifenden
Langzeitmonitorings, welches in Zukunft wertvolle Daten über die
Klimaveränderung und deren Auswirkungen auf den Lebensraum
Nationalpark Hohe Tauern liefern wird.

„Der Nationalpark Hohe Tauern soll als Ort der Forschung,
insbesondere der Freilandforschung und Schutzgebietsforschung
gestärkt und attraktiviert werden. Der Nationalpark positioniert sich
als national und international bedeutender Forschungsraum“, so der
Kärntner Landesrat Mag. Christian Ragger, als derzeitiger
Vorsitzender des Nationalparkrates Hohe Tauern. Prof. Leopold Füreder
von der Universität Innsbruck und Vorsitzender des Wissenschaftlichen
Beirates des Nationalparks Hohe Tauern spricht von einer neuen Ära in
der Wissenschaft des Parks.

Bereits im Sommer 2015 trafen sich namhafte WissenschaftlerInnen von
den Universitäten Basel, Salzburg, Innsbruck und Graz um nach
mehreren Workshops die Untersuchungsgebiete im Nationalpark für die
Forschungsthemen, Botanik, Pflanzenphysiologie, Bodenbiologie,
Zoologie und Gewässer in der Natur abzugrenzen. Die gewonnenen
Erkenntnisse, werden disziplinenübergreifend aufgearbeitet und sollen
– vergleichbar einer Wetterstation – wertvolle Daten liefern. Als
Referenzgebiete sollen Forschungsflächen im Kärntner Seebachtal, im
Salzburger Untersulzbachtal und im Osttiroler Innergschlöß ausgewählt
werden.

„Wir sind uns bewusst, eine große und über einen längeren Zeitraum
andauernde Aufgabe in die Hand genommen zu haben, welche auch eine
solide finanzielle Ausstattung und personell intensive Betreuung
benötigt. Die Gelder sollen über EU-Finanzierung aufgestockt werden
und es wird auch eine neue Stelle eine(s)r Forschungsmitarbeiter(s)in
im Nationalparkrat geschaffen, da für ein so großes Projekt die
personellen Kapazitäten derzeit nicht ausreichen“, so Landesrat
Ragger.

Die Kärntner Landesrat zog gemeinsam mit Bundesvertreter DI Günter
Liebel, Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Ingrid Felipe und
Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr. Astrid Rössler im Rahmen der
Ratssitzung auch eine positive Bilanz über die Leistungen im Jahr
2015, wo an insgesamt 28 länderübergreifende Projekten gearbeitet
wurde.

Mit einem Gesamtbudget von rund 1 Mio. Euro für länderübergreifende
Projekte werden auch 2016 wieder wichtige länderübergreifende
Maßnahmen für das Schutzgebiet fortgeführt bzw. umgesetzt werden
können. Die Einnahmen hierfür fließen aus Zuwendungen von Bundes- und
Ländermitteln aber auch aus EU-Mitteln.

Der Nationalparkrat als höchstes Entscheidungsgremium im Nationalpark
Hohe Tauern, dessen Aufgaben seit 1994 mit Staatsvertrag zwischen der
Republik Österreich und den Bundesländern Kärnten, Salzburg und Tirol
festgelegt sind, besteht aus 4 stimmberechtigten Mitgliedern, dem
Umweltminister und den 3 für den Nationalpark in den 3 Bundesländern
ressortzuständigen Mitgliedern der Landesregierungen. Alle 2 Jahre
wechselt die Vorsitzführung unter den LandespolitikerInnen. Darüber
hinaus sind je drei Vertreter der Gemeinden, der Grundei-gentümer,
des Naturschutzes und der zuständigen Fachabteilungen der
Landesregierungen beratend involviert.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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