• 08.05.2016, 12:49:01
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Tag der Befreiung - Faymann: Respekt, Rechtstaatlichkeit, Solidarität sind die Grundsteine einer Demokratie

8. Mai ist Tag des "Niemals vergessen" und des "Nie wieder" - Müssen hart erarbeitete Demokratie gegen Hass und Rassismus verteidigen

Utl.: 8. Mai ist Tag des "Niemals vergessen" und des "Nie wieder" -
Müssen hart erarbeitete Demokratie gegen Hass und Rassismus
verteidigen =

Wien (OTS/SK) - Am heutigen 8. Mai jährt sich zum 71. Mal die
Befreiung vom Nationalsozialismus und die Beendigung des zweiten
Weltkrieges in Europa. „Gedenken heißt, die Dinge beim Namen zu
nennen und auszusprechen, was Europa und die Welt in die schlimmste
Krise ihrer Geschichte gestürzt hat, den zweiten Weltkrieg und den
Holocaust mit über sechs Millionen ermordeten Menschen“, sagte
Bundeskanzler Werner Faymann heute, Sonntag, beim Staatsakt zum 8.
Mai im Bundeskanzleramt. Faymann betonte, wie wichtig es sei, immer
daran zu erinnern, dass die hart erkämpfte Demokratie in einem
respektvollen Umgang, in Rechtsstaatlichkeit und Solidarität
begründet ist – „ohne Hass, ohne Rassismus und ohne Antisemitismus,
denn das sind die Feinde einer Demokratie“, so der Bundeskanzler.
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„Es gilt aber auch, jener zu gedenken, die sich in Österreich gegen
den Faschismus gestellt haben und ein unvorstellbares Beispiel an
Zivilcourage gegeben haben. Zehntausende sind in den Widerstand
gegangen, Tausende haben dabei ihr Leben verloren. Der 8. Mai ist
deswegen auch ein Tag, an dem wir uns an den Mut zum aufrechten Gang
erinnern, ein Tag des 'Niemals vergessen', ein Tag des 'Nie wieder'“,
betonte Faymann. „Frieden und gesellschaftlicher Frieden sind kein
Dauerzustand, den man kaum aus dem Gleichgewicht bringen kann. Eher
das Gegenteil lehrt uns die Geschichte und oftmals auch die
Gegenwart. In Österreich haben wir seit 71 Jahren eine Periode des
Friedens. Die Geschichte hat uns gelehrt, dass es lange dauert, um
Demokratie und Wohlstand aufzubauen und dass es nur ein paar
Federstriche, Akte des Unrechts und der gezielten Gewalt braucht, um
diesen Frieden zu zerstören“, mahnte der Bundeskanzler.

Einer, der sich sein Leben lang in den Dienst der Sache, des „Niemals
vergessens“ gestellt hat, sei der KZ-Überlebende Rudolf Gelbard, so
Faymann. Gelbard habe nicht „den Mantel des Schweigens über diese
dunkle Zeit gebreitet und das Vergessen gepflegt“, sondern bei
unzähligen Veranstaltungen und in Gesprächen mit Menschen das
Erinnern gelebt. „Er ist ein Vorbild des solidarischen Miteinanders,
der sich dafür einsetzt, nie wieder Krieg, Totalitarismus,
millionenfache Menschenrechtsverletzung und millionenfachen Mord
zuzulassen“, sprach Faymann.

Rudolf Gelbard hielt beim Staatsakt die Festrede, in der er unter
anderem eindrücklich von seinen Erlebnissen berichtete und an die
Millionen ermordeter Menschen erinnerte. „Wir, die Überlebenden, sind
nicht nur den Toten verpflichtet, sondern auch den kommenden
Generationen. Wir müssen unsere Erfahrungen weitergeben, damit sie
daraus lernen können. Information ist Abwehr! Die Überlebenden müssen
wie Seismographen sein, sie müssen die Gefahren früher als andere
wittern, in ihren Konturen erkennen und aufzeigen. Wir dürfen nicht
für harmlos halten, was in einer Katastrophe münden kann“, sagte
Gelbard. (Schluss) ve

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