- 08.05.2016, 09:00:01
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SJ-Herr: „Vor 71 Jahren wurde Österreich befreit. Heute müssen wir wieder wachsam sein!“
Sozialistische Jugend feiert Tag der Befreiung, sieht aber gefährliche Tendenzen in heutiger Gesellschaft und Politik
Utl.: Sozialistische Jugend feiert Tag der Befreiung, sieht aber
gefährliche Tendenzen in heutiger Gesellschaft und Politik =
Wien (OTS) - „Vor 71 Jahren wurde Österreich vom Nazi-Regime befreit.
Das ist ein Grund zur Freude, aber auch ein Auftrag für die
Gegenwart“, so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend am
heutigen 8. Mai. Angesichts der Häufung rechtsextremer Übergriffe,
Aktionen und Straftaten sowie dem merklichen Rechtsruck in Politik
und Gesellschaft, meint Herr: „Die Geschichte hat uns gelehrt,
wachsam zu sein. Heute müssen wir diesem Aufruf besonders viel Gehör
schenken!“
„Allein Norbert Hofer sieht am Tag der Befreiung keinen Grund zur
Freude. Das offenbart vieles über sein ewiggestriges
Geschichtsverständnis“, stellt Herr fest und sieht auch sonst viele
Gründe, die gebotene Wachsamkeit dem FP-Kandidaten zukommen zu
lassen. „Norbert Hofer versucht sich mit seiner plötzlichen
Distanzierung von den Identitären vom rechten Eck abzugrenzen und
scheitert dabei kläglich“, so Herr zum Presse-Interview Hofers. Sie
sieht darin ein rein wahltaktisches Manöver um Hofer für breitere
WählerInnenschichten wählbar zu machen: „FPÖ, RFS, RFJ und die
Identitären sind eng miteinander verwoben. Wenn sich Hofer
glaubwürdig von den Identitären distanzieren möchte, muss er sich von
weiten Teilen der FPÖ distanzieren.“
Herr sieht die Gefahr rechtsextremer Bewegungen und Ideologien über
die kommende Wahl und über Österreich hinausgehend. „Nationalismus
und Fremdenfeindlichkeit steigen in ganz Europa rapide an. Der Grund
dafür ist in der sozialen und wirtschaftlichen Situation zu finden“,
erklärt Herr und sieht daher in Aktionismus gegen Rechts nicht den
alleinigen Weg. „Wenn Menschen um ihren Job, ihre Wohnung und die
Bildungsmöglichkeiten ihrer Kinder bangen, sind sie für rechte
Parolen besonders empfänglich.“, so Herr und fordert daher soziale
Verbesserungen. Diese sind der zentrale Schlüssel, um rechten
Parteien und rechtsextremen Bewegungen in ganz Europa den Boden unter
den Füßen wegzuziehen.
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